Im Leiblachtal: Von der Quelle der Leiblach auf der Spur alter Mühlen - Westallgäuer Wasserweg 24

Kapelle Oberhäuser
©

Thomas Gretler

Der abwechslungsreiche Mühlenweg rund um Heimenkirch führt nicht nur zur Quelle der Leiblach, sondern ist auch ein kleiner Ausflug in die Geschichte des Orts. Nicht weniger als acht Mühlen, Sägen und Hammerschmieden standen hier früher am Lauf der Leiblach.

  • Strecke
    14,96 km
  • Dauer
    3:45 h
  • Aufstieg
    151 Hm
  • Abstieg
    151 Hm
  • Schwierigkeit
    -

Höhenprofil

Auf der Allgäu Karte

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Hammerschmiede
Vom Parkplatz führt der Weg zunächst zur ehemaligen Hammerschmiede in Riedhirsch. Die Schmiede samt Knochenstampfe stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist im Innern zum Teil noch erhalten. Sie wurde früher mit dem Wasser der Leiblach betrieben. Da sich die Hammerschmiede in Privatbesitz befindet, kann sie leider nicht besichtigt werden.

Leiblachquelle
Von der Hammerschmiede geht es über Riedhirsch weiter zur Quelle der Leiblach. Glasklar strömt das
Wasser aus der gefassten Quelle und ergießt sich in einen kleinen Wiesengraben. Ein kleiner Rastplatz lädt zum Schauen und Verweilen ein. Im weiteren Verlauf der Wanderung begegnet man immer wieder der schnell breiter werdenden Leiblach. Der Bach entwässert das Westallgäuer Hügelland und mündet schließlich als Grenzfluss zwischen Lindau-Zech und dem österreichischen Hörbranz in den Bodensee.

Hammermoos
Von der Leiblachquelle geht es auf dem gleichen Weg zurück zur Hammerschmiede. Dort folgt man jetzt der
Straße Richtung Wolfertshofen, die durch einen kleinen Wald ins Hammermoos führt. Ein schmaler Pfad führt in das sehenswerte Moor, in dem früher Torf abgebaut wurde. Besonders gut nachvollziehen lässt sich das bei dem kleinen Torfabstich, der über einen Holzsteg zugänglich gemacht worden ist. Nach der Besichtigung des Hammermooses geht es zunächst ein kurzes Stück auf demselben Weg zurück in den kleinen Wald. Vorbei an den Sportanlagen führt der Mühlen weg weiter zur ehemaligen Katzenmühle.

Katzenmühle
Auf der Tafel an der Katzenmühle steht, dass die Mühle 1797 erbaut wurde. Es spricht allerdings einiges dafür, dass die Mühle 160 Jahre älter ist – auch wenn sie ursprünglich unter anderen Namen wie Bäckelesmühle, Bärlesmühle oder Muggenmühle bekannt war. In der Katzenmühle wurde der Mahlbetrieb 1945 eingestellt.

Ölmühle
Unterhalb des Minigolfplatzes geht es weiter zur ehemaligen Ölmühle. Wie der Name schon sagt, war sie keine Getreidemühle. Stattdessen wurde hier Lein zu Öl gemahlen. Auch als Knochenstampfe wurde die Ölmühle genutzt, die bis 1907 in Betrieb war. 1999 wurde die Ölmühle abgebrochen. Heute steht ein modernes Wohnhaus an dem ehemaligen Mühlplatz.

Großenmühle
Entlang der Leiblach führt der Weg weiter zu einem Sägewerk, der ehemaligen Großenmühle, die
bereits im 16. Jahrhundert im Betrieb war. Unklar ist, wo sich der Name der Mühle herleitet: Einerseits war die Großenmühle lange Zeit im Besitz der Familie Groß. Andererseits war sie auch die größte Mühle in Heimenkirch. Die Mühle war bis 1943 im Betrieb, die alte Säge wurde 1974 abgebrochen. Das neue Sägewerk ist noch in Betrieb.

Buhmühle
Vorbei am Kneippbecken und dem Freibad führt der Weg an der Leiblach entlang weiter zur ehemaligen
Buhmühle in Meckatz. Dabei passiert man einen schönen Rastplatz, an dem sich einige Granitblöcke aus der Silvrettagruppe bewundern lassen. Die Buhmühle selbst dürfte seit dem 17. Jahrhundert in Betrieb gewesen sein. Das letzte Korn wurde 1914 gemahlen, die Säge lief noch bis ins Jahr 1951.

Mothenmühle
An der Buhmühle kann man zwischen zwei Touren wählen. Die längere führt über Meckatz, Kappen und
Biesenberg zur ehemaligen Mothenmühle, die eben falls bereits im 17. Jahrhundert im Betrieb war.
Bis 1906 wurde dort vor allem Mais gemahlen. Auch eine Knochenstampfe war in der Mothenmühle vorhanden.
In der Säge wurde bis 1973 Bauholz gefertigt – unter anderem Dielenbretter für Kuhställe. Schräg
gegenüber, nach der Leiblachbrücke, steht das Sägewerk Epple, das bis 1970 mit Leiblachwasser betrieben
wurde. Über Mapprechts führt der Mühlenweg zu einer wunderschönen Eiche, der man sich bei der kürzeren
zweiten Tour direkt von der Buhmühle aus nähert. Auf der Höhe geht es nach Oberhäuser mit der hübschen Gedächtniskapelle, die 1838 von Anwohnern gebaut wurde, damit sie der Herr in Zukunft vor Sturm
und Unwettern verschone. Besonders schön ist der Blick über Heimenkirch, Meckatz, die Nagelfluhkette und den Bodensee beim aussichtsreichen Bodenseekreuz. Über den Ortsteil Berg führt der Mühlenweg zurück nach Heimenkirch und auf den Parkplatz.

Parkplatz – Hammerschmiede – Riedhirsch – Leiblachquelle – Riedhirsch – Hammermoos – Hammerschmiede – Katzenmühle – Ölmühle – Großenmühle – Buhmühle – (längere Variante ab hier: Meckatz – Kappen – Biesenberg – Mothenmühle – Mapprechts) – Oberhäuser – Berg – Parkplatz

Parken

Wanderparkplatz

Abwechslungsreiche Wanderung, die teils auf asphaltierten, teils auf gekiesten Wegen verläuft. Keine besonderen Schwierigkeiten.
Im Leiblachtal: Von der Quelle der Leiblach auf der Spur alter Mühlen - Westallgäuer Wasserweg 24
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Thomas Gretler

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