Basilika-Konzert: Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll

20.09.2026
Einziger Termin
Ottobeuren
100_Jahre_RSB_c_Astrid_Ackermann_web-scaled
©

Basilikakonzert 20.09.26 Vladimir-Jurowski_© Peter Meisel.jpg

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Leitung: Vladimir Jurowski

15:00-16:20 Uhr, 1:20 Stunden
Basilika Ottobeuren, Sebastian-Kneipp-Str. 1, 87724 Ottobeuren

Die 8. Symphonie von Anton Bruckner nimmt nicht nur wegen ihrer Länge und ihrem Inhalt, sondern auch wegen ihrer Geschichte einen besonderen Platz im Lebenswerk des Meisters von St. Florian ein. Bruckner arbeitete an dieser Symphonie von 1884 bis 1887. Dann schickte er die Partitur an Hermann Levi, der die „Siebte“ mit großem Erfolg aufgeführt
hatte. Levi fand sich mit dieser Partitur nicht zurecht, hatte aber Hemmungen, es Bruckner mitzuteilen. Als Bruckner über Umwege davon erfuhr, war er verzweifelt und sein Selbstbewusstsein war schwer erschüttert. Es kam zur zweiten Fassung von 1890, abgeändert im Zeitgeist und gekürzt. Die Symphonie wurde so über 50 Jahre aufgeführt, bis Eugen
Jochum am 2. Mai 1954 im Rahmen des XII. Internationalen Brucknerfestes in München zum ersten Mal den ersten Satz der 8. Symphonie in der Originalfassung aufführte. Von da an setzte sich das Werk so durch, wie wir es heutzutage hören. Vielfach wird die „Achte“ auch als „Krone der Musik des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet. Sie wurde dem Kaiser Franz Joseph I. von Österreich gewidmet. Nach der ersten Aufführung der Achten im Jahr 1954 mit den Wiener Symphonikern unter Herbert von Karajan folgt nun die 9. Aufführung in der Basilika.
Ein stets willkommener Gast in Ottobeuren ist das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Bereits sechs Mal war das Orchester aus der Hauptstadt Deutschlands nach Ottobeuren angereist und gibt nun ein weiteres Konzert in der Basilika unter Leitung seines Chefdirigenten Vladimir Jurowski, der zudem in München an der Staatsoper das Amt des Generalmusikdirektors ausübt. Auf die Aufführung der 7. Sinfonie von Anton Bruckner unter seiner Leitung in der Basilika folgt nun Bruckners 8. Sinfonie, die ebenso ein überwältigendes Erlebnis zu werden verspricht. Das RSB ist mit über 100 Mitwirkenden eines der größten deutschen Orchester und wurde in den letzten Jahrzehnten entscheidend durch seine Chefdirigenten Marek Janowski und Vladimir Jurowski geprägt, die beide wiederholt Konzerte von höchstem Rang in Ottobeuren dirigierten.

Vladimir Jurowski zählt zu den herausragenden Dirigenten unserer Zeit. Seit 2017 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin (RSB); sein Vertrag läuft bis 2029. In der Saison 2023/24 prägte er maßgeblich die Jubiläumsreihe „RSB 100“ mit Konzerten, Tourneen und Aufnahmen. Parallel wirkt er seit 2021 als General-
musikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München. 1972 in Moskau geboren, erhielt Jurowski seine erste Ausbildung am Musikcollege des Moskauer Konservatoriums und setzte nach der Übersiedlung nach Deutschland 1990 seine Studien in Dresden und Berlin fort. 1995 debütierte er beim Wexford Festival („Mainacht“ von Rimski-Korsakow), 1996 am Royal Opera House Covent Garden mit Verdis „Nabucco“. Von 1997 bis 2001 war er Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. International machte er sich u. a. als Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera (2001 - 2013) einen Namen. Fünfzehn Jahre lang leitete er das London Philharmonic Orchestra als Chefdirigent und wurde 2021 zum „Conductor Emeritus“ ernannt; seit 2023 kehrt er regelmäßig als Gast zum LPO zurück. 2024 würdigte König Charles III. seine Verdienste mit der Ernennung zum Honorary KBE. Jurowski setzte seine Auftritte in Russland seit Februar 2022 aus, pflegt jedoch weiterhin ein Repertoire, das ukrainische wie russische Werke einschließt. Als Gast dirigierte er führende Orchester Europas und Nordamerikas, darunter die Berliner, Wiener und New Yorker Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Cleveland und Philadelphia Orchestra, sowie die Orchester aus Boston, Chicago, Zürich, Dresden und Leipzig. Er ist bei bedeutenden Festivals präsent und richtet seine internationale Tätigkeit zunehmend auf ökologisch  verantwortbare Reisewege aus. Mit dem RSB verbindet ihn eine enge Aufnahmetätigkeit seit 2015 (u. a. Schnittke, Britten, Hindemith, Strauss, Mahler). Jurowski erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter 2016 die Ehrendoktorwürde der Royal Philharmonic Society und 2020 den rumänischen Kulturverdienstorden für seine Leitung des George-Enescu-Festivals. 
Seit über 100 Jahren ist das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) „on air“ und im Konzertsaal präsent. Als eines der ältesten Rundfunkorchester Europas im Jahre 1923 gegründet, begleitet es die deutsche Musik- und Zeitgeschichte mit dem Erbe großer Dirigenten und Komponisten. Nach Marek Janowski (2001–2016) prägt seit 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter Vladimir Jurowski das Profil des Orchesters und festigt seinen Rang in der Berliner und deutschen Rundfunklandschaft. Das RSB arbeitet mit internationalen Spitzen- und Nachwuchsdirigent:innen zusammen, verbindet klassisches Kernrepertoire mit starker Gegenwartsorientierung und historisch informierter Praxis und präsentiert regelmäßig Ur-, deutsche und Berliner Erstaufführungen. Neben den Reihen in Philharmonie und Konzerthaus sind Formate im Haus des Rundfunks zentral, etwa „Erzählkonzerte“, „Jazzik“ und „Konzert für Alle“. Umfangreiche Nachwuchs- und Bildungsarbeit (Deutsche Streicherphilharmonie, Orchesterakademie, Familien- und Schulkonzerte) gehört ebenso zur Identität wie Radioübertragungen, Studioaufnahmen und preisgekrönte Editionen. Auf Tourneen gastiert das RSB seit Jahrzehnten weltweit.

Auf der Allgäu Karte

Um diesen Inhalt sehen zu können, musst Du unseren Cookies zustimmen. Cookie-Einwilligung ändern
Karte öffnen
Dazu passend

Ähnliche Veranstaltungen

Um diesen Inhalt sehen zu können, musst Du unseren Cookies zustimmen. Cookie-Einwilligung ändern
  • KlassikEinziger Termin
    1

    Junge Philharmonie Schwaben - Carl Maria von Weber: Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz“

    Kaisersaal Ottobeuren — Ottobeuren
    06.06.2026Einziger Termin

    Leitung: Wolfgang Erber, Solist: Rafael Diesch (Marimbaphon), Veranstalter: Junge Philharmonie Schwaben

    Emmanuel Séjourné: Konzert für Marimbaphon und Streicher, Robert Schumann: Sinfonie Nr. 4 d-Moll

    mehr dazu
  • KlassikEinziger Termin
    2

    Sinfonietta Ulm

    Kaisersaal Ottobeuren — Ottobeuren
    13.06.2026Einziger Termin
    Sinfonietta Ulm

    Leitung: Tobias Hermanutz, Matilda Peters (Cello)

    “Stadt Land Fluss” Beethoven – Elgar – Strauss – Copland

    mehr dazu
  • KlassikEinziger Termin
    3

    Basilika-Konzert: Edward Elgar The Dream of Gerontius op. 38

    Basilika Ottobeuren — Ottobeuren
    21.06.2026Einziger Termin
    Basilikakonzert 21.06.26 Sir Simon Rattle © Astrid Ackermann.jpg
    ©

    Basilikakonzert 21.06.26

    Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Leitung: Sir Simon Rattle

    Alice Coote – Mezzosopran, Nicky Spence – Tenor, Lester Lynch – Bariton

    mehr dazu
  • Klassik2 weitere Termine
    4

    Ottobeurer Konzerte

    Basilika Ottobeuren — Ottobeuren
    21.06.20262 weitere Termine
    Saremba

    Mehr als 170 Konzerte mit über 350.000 Besuchern in 60 Jahren sprechen eine klare Sprache – Ottobeuren ist das Synonym für klassischen und sakralen Musikgenuss in höchster Vollendung. Ob in der barocken Basilika oder im prächtigen Kaisersaal der Benediktinerabtei –...

    mehr dazu
  • KlassikEinziger Termin
    5

    Operngala – Internationale Meistersinger Akademie

    Kaisersaal Ottobeuren — Ottobeuren
    18.07.2026Einziger Termin
    Edith Wiens

    Bereits zum 15. Mal ist 2026 die Stadt Neumarkt i. d. Oberpfalz Gastgeberin der Internationalen Meistersinger Akademie (IMA). Prof. Dr. Edith Wiens, Leiterin der IMA, sucht jedes Jahr durch Vorsingen in London, New York, Warschau und Neumarkt hochbegabte Sängerinnen und...

    mehr dazu