Ottobeurer Konzerte - "Die Schöpfung" von Joseph Haydn

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Einziger Termin

Ottobeuren
24.09.2023 BRSO-Rattle
©

Astrid Ackermann

"Joseph Haydn: Die Schöpfung

Chor des Bayerischen Rundfunks Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Leitung: Sir Simon Rattle "

Basilika Ottobeuren, Sebastian-Kneipp-Str. 1, 87724 Ottobeuren

Es gibt in der Musikgeschichte wohl kaum ein anderes Werk, das seit seiner Uraufführung eine so ungebrochene begeisterte Aufnahme erfährt wie „Die Schöpfung“. Ottobeuren hat zu Joseph Haydn und seinem Werk eine besondere Beziehung. Es ist das einzige Oratorium, das hier eine Geschichte von mehr als 200 Jahren hat. Zum ersten Mal erklang „Die Schöpfung“ 1801 im Kaisersaal der Abtei, zwei Jahre nach der Uraufführung in Wien, dann 1809 im Todesjahr von Joseph Haydn, sieben Jahre nach der Säkularisation. Haydns „Schöpfung“ ist das erste Oratorium, das überhaupt in der Basilika aufgeführt wurde. Aufführungsort war noch die Orgelempore. Das war 1946, ein Jahr nach Kriegsende. „Die Schöpfung“ wird in der Ottobeurer Basilika zum 15. Mal erklingen, zuletzt am 26.Juni 2022 mit Martin Haselböck. Nach der legendären Aufführung des populären Haydn-Oratoriums in Ottobeuren durch Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leonard Bernstein im Jahr 1986 werden die beiden Klangkörper des Bayerischen Rundfunks diesmal unter Leitung des von Berlin nach München wechselnden Chefdirigenten Sir Simon Rattle zu hören sein, der das Ottobeurer Basilikakonzert mit seinem offiziellen Einstand in München verbindet.

Sir Simon Rattle, der bis vor Kurzem Chefdirigent beim London Symphony Orchestra ist und zuvor in gleicher Funktion das City of Birmingham Symphony Orchestra und die Berliner Philharmoniker zu großen Erfolgen geführt hat, ist eine der musikalisch aussagekräftigsten Dirigentenpersönlichkeiten unserer Zeit.
Während seiner gesamten Karriere stand Sir Simon stets für einen Geist der Offenheit, der Erneuerung und des Aufbruchs innerhalb der klassischen Musikwelt. Diese Qualitäten machten ihn noch mehr zum Wunschkandidaten der Musikerinnen und Musiker des Chores und Symphonieorchesters, die sich in einem überwältigenden Votum für ihn ausgesprochen haben. Mit Beginn der Spielzeit 2023/24 übernahm der heute 68-Jährige nun das Amt des Chefdirigenten.

Schon bald nach seiner Gründung 1949 durch Eugen Jochum entwickelte sich das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) zu einem international hochgeschätzten Orchester, dessen Ruhm sich nicht zuletzt durch die intensive Reisetätigkeit schnell verbreitete. Den verschiedenen programmatischen Schwerpunkten der bisherigen Chefdirigenten sowie der großen Flexibilität und Stilsicherheit jedes einzelnen Musikers und jeder einzelnen Musikerin verdankt das Orchester sein außergewöhnlich breit gefächertes Repertoire und sein beeindruckendes Klangspektrum. Als einziges deutsches Orchester hat das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks viele Jahre lang mit Leonard Bernstein zusammengearbeitet, dessen Einspielung von Wagners „Tristan und Isolde“ noch heute Maßstab setzend ist. Die auf Eugen Jochum folgenden Chefdirigenten Rafael Kubelik, Sir Colin Davis, Lorin Maazel und Mariss Jansons bauten den weltweiten Ruf des Orchesters weiter aus. Die bedeutende Ära Jansons endete mit seinem Tod am 1. Dezember 2019. Am 3. Januar 2021 unterzeichnete Sir Simon Rattle einen Fünfjahres-Vertrag als neuer Chefdirigent von Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks ab der Saison 2023/2024.

Der Chor des Bayerischen Rundfunks gilt als Ensemble von weltweitem Renommee. Als Künstlerischer Leiter prägt Peter Dijkstra das vielseitige musikalische Profil des Chores. Regelmäßig tritt der Chor in der eigenen Abonnementreihe in München sowie im bayerischen Sendegebiet und in wichtigen internationalen Musikzentren auf. Partner
sind dabei viele bedeutende Orchester sowie die beiden Orchester des BR. Vielfach
bringt der Chor Uraufführungen zu Gehör und ist auf dem Tonträgermarkt bei renommierten Labels vertreten. Für seine CD-Einspielungen erhielt er zahlreiche hochrangige Auszeichnungen, so mehrfach den Diapason d’or sowie den ICMA in der Kategorie Chormusik.

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