Das Projektteam von Kulturamt der Stadt Kempten (Allgäu) und Cultura Kulturveran-staltungen e.V. stellt wesentliche Ergebnisse seiner 1,5 Jahre dauernden Arbeit vor und gibt sowohl Einblicke in die Arbeitsprozesse eines Großprojekts im ländlichen Raum als auch in die Forschungsergebnisse der wissenschaftlichen Recherche- und Ausstellungs-arbeit. Das im Förderprogramm Bildungsagenda NS-Unrecht vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) und von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) geförderte Projekt umfasste drei Schwerpunkte:
Die Recherche in kommunalen und privaten Archiven im Allgäu, um Mechanismen der NS-Unrechtsherrschaft auf dem Land zu belegen.
Workshops zur Erinnerungsarbeit mit unterschiedlichen künstlerisch-kreativen Zugängen sowie niederschwellige Formate wie „Erzählcafé“ und Exkursion.
Die Sonderausstellung in der Allgäuhalle / Halle II in Kempten, die mit über 7.000 Besucher*innen im November zu Ende gegangen ist.
Das Projekt zeichnet sich durch die Kombination von wissenschaftlicher Forschung und künstlerisch-kreativen Beteiligungsformaten aus – ein Ansatz, der zeigt, wie zeitgemäße Geschichts- und Erinnerungsarbeit erfolgreich gestaltet werden kann.
Die Veranstaltung wird zusätzlich live über die Homepage des Stadtmuseums gestreamt: Interessierte, die andernorts ähnliche Projekte durchführen oder planen sind eingeladen, sich zuschalten und Fragen zu stellen.
Die Projektbeteiligten auf dem Podium:
Dr. Christine Müller Horn, Leiterin der Museen der Stadt Kempten und „BVV“-Projekt- und Ausstellungsleiterin
Dr. Veronika Heilmannseder, Vorsitzende Cultura Kulturveranstaltungen e.V., „BVV“-Gesamtleitung und -Ausstellungskuratorin
Roman Tischberger M.A., wiss. Mitarbeiter und „BVV“-Ausstellungskurator
Patricia Müller, Finance Specialist und Projektkoordinatorin des „BVV“-Projekts
Julia Schindler, digitale Vermittlerin und Content-Creator des Instagram-Accounts @butter.vieh.vernichtung
Tanja Kapahnke, Grafikdesignerin STUDIO SÜD, „BVV“-Ausstellungsgestalterin