im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums des MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig - Teilnehmende Künstlerinnen: Isabelle Dutoit, Nina K. Jurk, Marianna Krueger, Kathrin Landa, Alex Tennigkeit, Kathrin Thiele, Miriam Vlaming
Das Netzwerk entstand vor zehn Jahren aus einer konkreten Ausstellungssituation heraus: Die bessere Hälfte – Leipziger Malerinnen in der Kunstsammlung der Sparkasse Leipzig. Mehrere der heutigen Mitglieder waren dort beteiligt. Aus dieser Konstellation heraus entwickelte sich eine einfache, strukturelle Frage: Warum sind männliche Künstler in Gruppierungen häufig sichtbarer? Die Antwort lag weniger im individuellen Werk als in gewachsenen Netzwerken und kollektiver Präsenz. Das Malerinnen-Netzwerk gründete sich aus dem Wunsch heraus, eine vergleichbare professionelle Struktur zu schaffen.
Ausgangspunkt war Leipzig – geprägt durch die gemeinsame Ausbildung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Von dort aus entwickelte sich das Netzwerk organisch weiter. Durch persönliche Verbindungen, unter anderem nach Berlin, kamen weitere Positionen hinzu. Heute verbindet das Netzwerk Künstlerinnen aus Leipzig und Berlin in einem kontinuierlichen Austausch.
Der Titel Witches and Bitches ist bewusst zugespitzt, jedoch nicht als inhaltliche Vorgabe für die ausgestellten Arbeiten zu verstehen. Nicht alle Positionen beziehen sich motivisch auf das Thema. Einige Künstlerinnen zeigen Landschaften, andere figurative oder abstrakte Arbeiten. Der Titel fungiert als diskursiver Rahmen, nicht als programmatische Illustration.
„Hexe“ und „Bitch“ sind Begriffe, die historisch und gegenwärtig weibliche Eigenständigkeit markieren – einst existenziell verfolgt, heute oft sprachlich abgewertet. Die Ausstellung greift diese kulturellen Zuschreibungen auf, ohne sie einheitlich zu bebildern. Vielmehr wird die Vielfalt zeitgenössischer malerischer Positionen innerhalb eines gemeinsamen strukturellen Zusammenhangs sichtbar.
Ottobeuren bietet hierfür einen besonderen Kontext. Die Nähe zur Basilika Ottobeuren, deren barocke Monumentalität den Ort prägt, erzeugt ein Spannungsfeld zwischen historischer Bildmacht und zeitgenössischer künstlerischer Praxis. Das Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth bildet dabei einen eigenständigen Raum der Gegenwart, in dem diese Fragen neu verhandelt werden können.
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