Wie sieht eine typische Schrothwoche aus?
Sie folgt einem festen Rhythmus. Zur Schrothkur gehören eine kalorienreduzierte, überwiegend pflanzliche Ernährung, die Kurpackungen, Trink- und Trockentage sowie der Wechsel aus Bewegung und Erholung. Dazu kommen Wanderungen, Anwendungen, Wellness und Zeit für sich selbst. Dieser Rhythmus hilft vielen Gästen dabei, den Alltag loszulassen.
Wann beginnt sich etwas zu verändern?
Die ersten zwei oder drei Tage sind meist die größte Umstellung. Danach berichten viele Gäste von erstaunlich viel Energie. Der Hunger tritt in den Hintergrund, das Wohlbefinden nimmt zu und oft entsteht eine ganz neue Leichtigkeit. Viele Gäste berichten im Nachhinein, sie verstünden nun, warum die Schrothkur Menschen Jahr für Jahr aufs Neue begeistert.
Sie erleben die Gäste täglich. Welche Rolle spielt dabei die Gemeinschaft?
Eine sehr große. Gerade diese besondere Gemeinschaft macht für viele einen wichtigen Teil der Erfahrung aus. Manche reisen allein an und fahren mit neuen Freundschaften, vertrauten Begegnungen und schönen Erinnerungen nach Hause. Beim Frühstück, auf Wanderungen oder in den Pausen zwischen den Anwendungen entstehen Gespräche oft ganz von selbst. Gleichzeitig bleibt immer genügend Raum für Rückzug, Ruhe und die bewusste Zeit mit sich selbst. Denn ebenso wichtig wie das Miteinander ist die Möglichkeit, ganz bei sich anzukommen.
Warum funktioniert die Schrothkur gerade im Allgäu so gut?
Weil die Schrothkur in Oberstaufen zu Hause ist. Als ihre Heimat ist der Ort seit Jahrzehnten eng mit dieser besonderen Form der Gesundheitsvorsorge verbunden. Entsprechend tief ist das Wissen vor Ort verankert – mit einer Erfahrung und Kompetenz, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Dazu kommen die Allgäuer Natur, die Berge, die klare Luft und die wohltuende Ruhe. Diese Verbindung macht Oberstaufen zu einem ganz besonderen Ort für die Schrothkur.
Was soll bei Ihren Gästen hängen bleiben, wenn sie wieder abreisen?
Dass sie etwas mitnehmen – den Mut, bewusster zu essen, sich mehr Zeit für sich zu nehmen oder einfach öfter eine Pause einzulegen. Wenn Gäste sagen: „Mir geht es seit meinem Aufenthalt deutlich besser", dann ist das für mich der schönste Erfolg.