Was macht das Fasten im Allgäu so besonders?
Ganz klar: die Natur. Sie ist bei uns kein schöner Hintergrund, sondern Teil des Konzepts. Die ungedüngten Bergwiesen, die Kräuter, das Heu, das wir zum Beispiel für Heubäder oder Leberwickel verwenden – all das unterstützt den Fastenprozess hier im Resort. Viele Gäste sagen, dass allein der Blick ins Grüne sie zur Ruhe bringt.
Gibt es einen Moment, an dem Sie merken: Jetzt ist der Gast wirklich angekommen?
Ja, häufig um den dritten Tag herum. Dann verändert sich etwas. Die Gäste wirken entspannter, bewegen sich leichter und genießen die Anwendungen intensiver. Viele beschreiben dieses Gefühl als Ankommen – bei sich selbst.
Fasten erlebt gerade eine neue Aufmerksamkeit – Stichworte wie Longevity oder Digital Detox sind überall präsent. Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Ich finde, Fasten war seiner Zeit schon immer voraus. Gerade heute, da viele Menschen unter Dauerstress und permanenter Erreichbarkeit leiden, ist eine Fastenwoche eine bewusste Auszeit. Die festen Abläufe, die Natur, Bewegung und Ruhe helfen dabei, den Kopf freizubekommen und neue Kraft zu schöpfen.
Was wünschen Sie sich, wenn Ihre Gäste nach Hause fahren?
Dass sie nicht alles auf einmal verändern wollen. Es reichen oft kleine Schritte. Wer bewusster isst, sich mehr bewegt oder sich regelmäßig Zeit für sich nimmt, hat schon viel gewonnen. Wenn Gäste Monate später erzählen, dass sie sich wohler fühlen, ihr Gewicht halten oder sogar ihre Gesundheit verbessert haben, dann ist das für mich der schönste Erfolg.