Rauschende Gebirgsbäche und tiefe Schluchten, grüne Wiesen und idyllische Moore, prächtige Wälder und malerische Dörfer – auf dieser anspruchsvollen und grenzüberschreitenden Tageswanderung (Tour 9) lässt sich die ganze Vielfalt der Westallgäuer und Bregenzerwälder Landschaft erkunden.
Thomas Gretler
- Strecke23,61 km
- Dauer7:30 h
- Aufstieg631 Hm
- Abstieg631 Hm
- Schwierigkeitmittel
Höhenprofil
Vom Dorfplatz Oberreute starten wir an der Hauptstraße entlang Richtung Sulzberg, bis wir auf der rechten Seite zu einem Reiterhof gelangen. Kurz vor dem Reiterhof geht es über die Wiese Richtung "Obere Hausbachklamm/Bächen". Wir folgen dem Wegweiser "Bächen/Obere Hausbachklamm" und gelangen nach einiger Zeit in den Wald. Hier wartet ein Spielhaus mit Rutsche und Kletterseil und eine über den Hausbach führende Seilrutsche auf abenteuerlustige Kinder.
Bachaufwärts über Schnellers führt der Pfad hinauf ins Quellgebiet und weiter ins romantische Wildrosenmoos. Hier lädt der große Moortümpel zum Rasten ein. Im Wasser des aufgelassenen Torfstichs spiegeln sich Moorbirken und Latschen. Da die Pflanzen in diesen Lebensräumen sehr trittempfindlich sind, darf der Pfad hier nicht verlassen werden. Vom Wildrosenmoos führt der Weg weiter in die österreichische Gemeinde Sulzberg.
Variante: Wer die Rundwanderung in zwei Etappen aufteilt, hat genügend Zeit für einen kurzen Abstecher zum „Kalten Brunnen“. Der Weg führt vom Wildrosenmoos zunächst zum „Hochsträß“, mit 1041 Meter Höhe der höchste Punkt des langgestreckten Sulzberger Rückens. Hier steht ein altes Grenzerhäuschen, das an die Zeiten erinnert, als die Grenze zwischen Österreich und Deutschland noch stärker von Zöllnern kontrolliert wurde. Weiter geht es zum „Kalten Brunnen“. Schutzhütte, Waldhängematte, Balancierstämme, Schlupfhaus und Spinnennetz warten auf kleine Abenteurer. Ein Holzbrunnen mit kalten Wasser bietet Abkühlung. Zurück geht der Rundweg vom Kalten Brunnen wieder Richtung Wildrosenmoos und dann weiter in die 1.015 Meter hoch gelegene, österreichische Gemeinde Sulzberg.
Beim Abstieg von Sulzberg nach Thal öffnen sich immer wieder fantastische Ausblicke auf das Rothachtal, das dahinter liegende Rheintal und die Berge des Pfänderstocks und des Säntismassivs. Von Thal führt der Rundweg über Eyenbach und Salmers mit seiner schmucken Augenkapelle weiter zur Rothach. Eine Brücke führt über den Fluss zum Alten Brunnenhaus in Siebers. Die Quelle in Bad Siebers ist eine der ältesten Bade- und Heilquellen des Allgäus. Einige Meter weiter steht das neue Brunnenhaus der Siebers-Quelle. Dort werden pro Minute 60 Liter natürlich reines Mineralwasser gefördert. Über grüne Wiesen und durch einen artenreichen Auwald führt der Pfad an der Rothach entlang nach Bremenried.
Der Grillplatz direkt an der Rothach bietet sich an, um noch einmal eine Rast einzulegen. In Bremenried geht es an der Kläranlage des Abwasserverbandes „Rothach“ vorbei, die wie alle Kläranlagen im Einzugsgebiet des Bodensees eine besonders hohe Reinigungsleistung erbringen muss. Am Zusammenfluss von Rothach und Hausbach steht ein kleines Kraftwerk zur Energiegewinnung. Von dort führt der Weg immer am Hausbach entlang nach Weiler.
Bei der Pfarrkirche von Weiler beginnt wieder der Einstieg in die Hausbachklamm. Schon nach wenigen Metern taucht man in einen schattigen Schluchtwald ein. Kleinere Wasserfälle und Wehre vermitteln einen ersten Vorgeschmack auf den wilden Mittelabschnitt der Klamm. Lohneswert ist ein Blick von der Kapfmühlenbrücke: Hier bahnt sich der Hausbach durch eine tief in den Sandstein gefräste Engstelle. Der Pfad führt steil bergauf zur beeindruckenden „Hohen Wand“. Der Hausbach, rauscht hier in tief ausgewaschenen Rinnen talwärts. Über die Tobelbachbrücke geht es weiter bergauf bis zur Trogener Brücke. Direkt oberhalb der Brücke ist ein schöner Rastplatz für Familien mit Kindern: Am Grillplatz können die Kleinen im flachen, kiesigen Bachbett herumtoben. Der Pfad ist jetzt nicht mehr ganz so steil. Wir folgen dem Pfad jetzt bis zu unserem Ausgangspunkt in Bächen von wo wir zurück nach Oberreute laufen.
Anfahrt
Aus Richtung Norden auf der A 7 bis Ulm-Memmingen, dort auf der A 96 bis Ausfahrt Leutkirch Süd Richtung Isny. In Isny auf die B 12 Richtung Oberstaufen/Immenstadt und weiter über die B 308 in Richtung Oberreute.Aus Richtung München auf der A 96 bis Ausfahrt Jengen/Kaufbeuren, dann auf der B 12 bis Kempten und über Isny nach Oberreute.
Von Westen/Bodensee B 31 bis Lindau dann weiter über B 308 nach Oberreute.
Parken
Direkt am Dorfplatz/Kirchplatz OberreuteÖffentliche Verkehrsmittel
Bahnstation für die Gemeinde Oberreute ist in Oberstaufen. Von diesem Bahnhof aus besteht eine direkte Busverbindung nach Oberreute.Thomas Gretler
Thomas Gretler
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