Kleiner Stadtrundgang durch die Alpenstadt

Hier entdeckt man auf kürzestem Wege die besonderen Sehenswürdigkeiten von Sonthofen.

  • Strecke
    2,15 km
  • Dauer
    1:00 h
  • Aufstieg
    8 Hm
  • Abstieg
    8 Hm
  • Schwierigkeit
    leicht

Höhenprofil

Auf der Allgäu Karte

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Das heutige Rathausgebäude wurde im Jahre 1985 fertiggestellt. Auf diesem Platz stand ehemals das königl.-bayerische Postamt. Schmuckstück des Rathauses ist der „Egga-Spiel-Brunnen“, dessen Figuren dem Egga-Spiel nachempfunden wurden. Dabei handelt es sich um eine Pantomime, die den Kampf der Menschen gegen die Naturgewalten symbolisiert. Die Hexe verkörpert die dämonischen Kräfte und stört die Arbeit der Bauern. Der uralte Fasnachtsbrauch wird alle drei Jahre auf dem Rathausplatz nachgespielt.

Das Kriegerdenkmal auf dem Rathausplatz hat rundum schon viele Veränderungen miterlebt. 1875 durch den Veteranenverein Sonthofen enthüllt, erinnert es an die Gefallenen des Krieges 1870/71 und ist bestimmt einen kurzen Blick wert. Auf dem Denkmal steht eine Siegesgöttin mit dem Siegerkranz.

Über die Fußgängerzone kommst Du zur Alte Schule am Oberen Markt. Dieses historische Gebäude am Kopf der Fußgängerzone besticht durch die auf der Fassade dargestellten historischen Ereignisse: das Wappen, die Markterhebung und der „Sonthofer Tag“ 1525 - den Beginn des Bauernkrieges. Tatsächlich diente es ab 1472, seit seiner Nutzung als erstes Rathaus des damaligen Marktes, vielen Zwecken, wie z.B. als Feuerwehrgerätehaus und ab 1821 als Schule. Im hinteren Teil befand sich der Theaterstadel mit 700 Zuschauerplätzen, der 1882 abgebrochen wurde. Heute beherbergt der Bau neben der Stadtbücherei die städtische Musikschule. Auf einer Tafel am Eingang zur Bücherei erhalten Sie weitere detaillierte Informationen über Sonthofen.

Über die Marktstraße gelangst Du zum Pfarrhaus gegenüber der Stadtpfarrkirche, von dort hat man einen schönen Blick auf die über Sonthofen thronende ehemalige „Ordensburg Sonthofen“, heute „Generaloberst-Beck-Kaserne“. Die katholische Pfarrkirche St. Michael liegt im ältesten Stadtkern von Sonthofen und geht bis auf eine Urpfarrei im 9. Jhdt. zurück. Bis 1377 gehörte das Tannheimer Tal und bis 1471 Hindelang dazu. Bei mehreren Bränden, zuletzt bei den Fliegerangriffen 1945, wurde die Kirche schwer zerstört. Sogar die über 400 Jahre alten Glocken zerschmolzen. Der letzte Wiederaufbau war erst 1954 abgeschlossen und die prächtigen Deckengemälde wurden erst 1991 durch den heimischen Künstler Arnulf Heimhofer fertiggestellt und eine neue Orgel installiert. Besonders sehenswert sind die Hochaltarfiguren von Anton Sturm aus den Jahren 1748/49 und das Altarblatt von 1892 mit einer Darstellung des hl. Michael aus der Werkstatt des Malers Kolmsberger. Weitere Informationen enthält der Kirchenführer von Prof. Deil.

Die sehenswerte Frauenkapelle an der Südseite der Pfarrkirche beinhaltet u.a. ein kunstvolles Schnitzrelief der Mutter Gottes von Jörg Lederer (um 1515). Der Hochaltar stammt aus den Jahren 1704/05. Ihre Grundmauern lassen sich auf die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückdatieren. An der rechten Seite der Kapelle hängt ein Gemälde „Christus vor seinen Richtern“, das zu einem ehemals in Sonthofen aufgeführten Passionsspiel mit großem Umzug gehörte. Näheres darüber ist im AlpenStadtMuseum zu erfahren.

Das nahegelegene AlpenStadtMuseum bietet den Besuchern einen umfassenden Einblick in die traditionelle Wohnkultur, Stadtgeschichte und das frühere Erwerbsleben. Außerdem ist darin die größte Weihnachtskrippe des Allgäus (Mummener Krippe) beheimatet. Sonderausstellungen, verschiedenste Veranstaltungen machen es außerdem zu einer lebendigen Begenungsstätte. Der alte Teil der Gebäudes ist ein charakteristisches altes Allgäuer Bauernhaus aus dem 18. Jhdt. und steht unter Denkmalschutz.

Über die Kirch- und Schloßstraße kommen Sie zur Polizei. Der Stein vor dem Gebäude ist eine Säule aus der Reihe „Kunst am Bau“. Dargestellt ist ein Lebensbaum, der die Aufgaben dieses Amtes zeigen will, nämlich Gesundheit und Umwelt. An der Südseite des Gebäudes ist eine Tafel angebracht, mit dem Hinweis auf das an dieser Stelle befindliche ehemalige Fürstbischöfliche Schloß. Dieses wurde Ende April 1945 beim Einzug französischer Truppen beschossen und ist daraufhin abgebrannt.

Der inmitten der Fußgängerzone gelegene „Marktbrunnen“ erinnert an die alte Markttradition, die 1429 mit der Erhebung des Ortes zum Markt durch Kaiser Sigismund begründet wurde. Der Höhepunkt war im 19. Jhdt., als die Abhaltung riesiger international bekannter Viehmärkte zahlreiche Besucher anlockte. Neben dem Brunnen stand außerdem der Pranger, an dem nach der Verurteilung weniger bedeutsame Verbrecher öffentlich „ausgestellt“ und mit einem Halseisen befestigt wurden. Das Wasser des Brunnens ist übrigens von ausgezeichneter Qualität und trinkbar. Sie befinden sich nun mitten in der attraktiven Fußgängerzone. An verschiedenen Standorten finden Sie als Leitsystem große Grafiken mit Grundrissplänen des Innenstadtbereiches. Sie sollen Dir helfen, dich in der Stadt leichter zurechtzufinden.

Über die Bahnhofstraße erreicht man die „Althaus-Lärchen“ am „Johann -Althaus-Platz“. Diese Lärchen am Ende der Fußgängerzone wurden von Johann Althaus selbst gepflanzt. Heute sind sie ein Naturdenkmal. Althaus (1798 -1876) bewohnte ein Haus bei den Lärchen, das 1998 einem Neubau weichen mußte. Er stammte aus dem Emmental in der Schweiz und brachte den ersten Emmentaler ins Allgäu. Kurz vor dem „Johann-Althaus-Platz biegt rechts ein kleiner Fußweg ein, der Leprosenweg. Im Norden Sonthofens, im sogenannten Leprosenhaus (Nr. 20) wohnten einst Aussätzige und von anderen ansteckenden Krankheiten Befallene. Sie mussten einen eigenen Weg, den Leprosenweg, benutzen, um zur Kirche zu kommen und konnten dann nur in der „Siechenzelle“ dem Gottesdienst beiwohnen.

Über die Hirschstraße kommst Du zum geschichtsträchtigen Spital. Ende des 15. Jahrhunderts gründeten Domherr Dr Conrad Wenger und der Fürstbischof von Augsburg die Spitalstiftung, zu der bis heute ein stiftungseigenes Altersheim gehört. Die heutige Spitalkirche, ursprünglich 1499 erbaut, wurde gemeinsam mit dem damaligen Altersheim 1945 ein Opfer der Luftangriffe. Es wurde im Urzustand wieder aufgebaut. Die Stiftertafel von 1497 im Inneren der Kirche über der Türe stellt die älteste Renaissanceschrift in Bayern dar. Bis 1920 diente das Spital gleichzeitig als Krankenhaus des Ortes. Die letzte Sehenswürdigkeit dieser kleinen Runde ist die Täufer-Johannis-Kirche, die über die Schillerstraße erreicht wird. Die bis in die Reformationszeit zurückreichende evangelisch-lutherische Glaubensgemeinschaft in Sonthofen wurde 1923 zur selbständigen Pfarrei. 1911/12 bereits wurde durch den Bau dieser Kirche der Grundstein dazu gelegt. Zur Tageszeit ist der Osteingang neben dem Pfarrgemeindehaus geöffnet.

Die letzte Sehenswürdigkeit dieser kleinen Runde ist die Täufer-Johannis-Kirche, die über die Schillerstraße erreicht wird. Die bis in die Reformationszeit zurückreichende evangelisch-lutherische Glaubensgemeinschaft in Sonthofen wurde 1923 zur selbständigen Pfarrei. 1911/12 bereits wurde durch den Bau dieser Kirche der Grundstein dazu gelegt. Zur Tageszeit ist der Osteingang neben dem Pfarrgemeindehaus geöffnet.

Anfahrt

Sonthofen Zentrum

Parken

Marktanger-Tiefgarage (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

Bequem mit der Bahn und Bus erreichbar. Mit dem Zug/Bus bis zum Busbahnhof Sonthofen. Von dort mit der Bus Linie 11, 20, 48 oder Stadtbus direkt zur Haltestelle "Oberallgäuer Platz". 

Schon gewusst?

 Alle Urlaubsgäste in Immenstadt, Sonthofen, Blaichach und Bergberg erhalten vin ihrem Gastgeber der MOBIL PASS ALLGÄU. Damit ist diese Wanderung kostenfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Eggabrunnen am Rathaus Sonthofen
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Outdooractive Redaktion

Marktbrunnen in Sonthofen
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Marktbrunnen Sonthofen
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Outdooractive Redaktion

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