Wie unterscheidet sich Ayurveda-Fasten von anderen Fasten-Arten?
Im Ayurveda geht es nicht darum, möglichst wenig zu essen. Wir arbeiten mit drei warmen Mahlzeiten am Tag, die individuell zubereitet werden. Ziel ist es, die Verdauung zu stärken, den Körper zu entlasten und gleichzeitig neue Energie aufzubauen. Fasten bedeutet bei uns vor allem, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Wie läuft eine Ayurveda-Kur im Naturhotel Chesa Valisa ab?
Der Tag beginnt ruhig – man trinkt warmes Wasser, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, leichte Bewegung, vielleicht eine Ölmassage, eine warme Dusche und mit Meditation oder Yoga. Dazu kommen täglich ayurvedische Behandlungen, individuelle Gespräche und frisch zubereitete Mahlzeiten. Ich begleite meine Gäste während der gesamten Kur persönlich und passe den Verlauf immer wieder an ihre Bedürfnisse an.
Wann merken die Gäste, dass sich etwas verändert?
Schon nach wenigen Tagen werden viele ruhiger. Die Gedanken werden klarer, der Körper fühlt sich leichter an und das Smartphone verliert plötzlich an Bedeutung. Viele genießen es, wieder Zeit für Gespräche, ein gutes Buch oder einen Spaziergang in der Natur zu haben.
Ayurveda ist mehr als 5.000 Jahre alt. Warum funktioniert diese Heilkunst bis heute?
Weil der Mensch sich im Grunde nicht verändert hat. Wir verbinden das traditionelle Wissen des Ayurveda mit moderner Diagnostik. Pulsdiagnose, Kräuter, persönliche Betreuung und medizinische Untersuchungen ergänzen sich sehr gut.
Immer mehr Menschen leiden unter Stress, Erschöpfung oder Burnout. Inwiefern kann Ayurveda helfen?
Viele Menschen leben heute dauerhaft unter Anspannung. Im Ayurveda beginnen wir deshalb häufig mit der Verdauung, weil sie eng mit unserem Wohlbefinden verbunden ist. Schritt für Schritt bringen wir Körper, Geist und Seele wieder in Balance. Gleichzeitig geben wir unseren Gästen viele Anregungen mit, die sie zu Hause weiterführen können.
Der Aufenthalt endet also nicht mit der Abreise?
Nein. Mir ist wichtig, dass die Veränderungen anhalten. Deshalb bleiben wir mit vielen Gästen auch nach ihrem Aufenthalt in Kontakt. Gesundheit ist ein Prozess – und manchmal hilft schon ein kurzer Anruf, um auf diesem Weg dranzubleiben. Ich übernehme persönlich auch Verantwortung und schätze es, wenn die Gäste sich hier so wohl gefühlt haben, dass sie wieder kommen.