Musik und Tanz im Allgäu
Entdecke den Rhythmus des Allgäus, wo Tradition auf moderne Festivals trifft: Erlebe außergewöhnliche Fasnachtsmusik, authentische Musikantenstammtische, lerne tanzen und schau beim Kemptener Tanzherbst über den Tellerrand.

Entdecke den Rhythmus des Allgäus, wo Tradition auf moderne Festivals trifft: Erlebe außergewöhnliche Fasnachtsmusik, authentische Musikantenstammtische, lerne tanzen und schau beim Kemptener Tanzherbst über den Tellerrand.
Wo Tradition den Takt angibt und Subkultur die Bühne stürmt: Im Allgäu verschmelzen Klang und Bewegung zu einem Lebensgefühl, das weit über das Zuhören hinausgeht. Hier sitzt du beim Stammtisch im Wirtshaus direkt neben Musikern mit jahrzehntelanger Erfahrung und staunst über internationale Tanzgruppen, die Bewegung ganz neu zeigen. Ob du deine eigene Stimme bei Jodelkursen neu entdeckst, selbst ein Instrument baust und lernst, es zu spielen oder auf Festivals den Alltag hinter dir lässt: Das Allgäu lädt dich ein, nicht nur Gast und Zuschauer, sondern Teil einer lebendigen Kultur zu sein. Echt, unverfälscht und voller Energie.

Allgäu GmbH, Philip Herzhoff
Das Allgäu verfügt über die höchste Dichte an Musikkapellen im deutschsprachigen Raum, wie der Allgäu-Schwäbische Musikbund e.V. berichtet. Und so kommt es, dass Musik erlebbar wird, in vielen Konzerten aber auch am Musikantenstammtisch im Gasthaus. Sehr zur Freude der Einheimischen und der Gäste: Hier darf man nicht nur zuhören, sondern sich auch aktiv beteiligen. Das Wirtshaus ist im Allgäu immer noch ein Begegnungsort und kulturelles Erlebnis zugleich. Wenn die Stimmung gut ist und die Musik passt, wird auch mal das Tanzbein geschwungen.
Traditionellen Tanz und zünftige Musik erlebst du außerdem auf zahlreichen Veranstaltungen im Allgäu, darunter der Tag der Volksmusik im Schwäbischen Freilichtmuseum Illerbeuren.
Hier findest du eine Auswahl an Gasthäusern, die regelmäßig Musikabende, Stammtische oder Hoigarta veranstalten:

Allgäu GmbH, Philip Herzhoff
Von einem der größten Festivals Deutschlands bis hin zu kleinen, ehrenamtlich organisierten Wochenenden mit Musik und Tanz: Die Festivalszene im Allgäu ist bunt.
Von Rock über Pop und Hip-Hop bis Elektro ist auf den Campingfestivals im Allgäu so gut wie alles geboten, was man sich nur wünschen kann: Auf dem Ikarus bei Memmingen treffen sich jährlich über 100.000 Menschen, um zu elektronischer Tanzmusik zu feiern. Das Allgäu’s Finest bei Wangen und das Vektol bei Marktoberdorf werden von Vereinen organisiert. Auf den liebevoll gestalteten Geländen fühlst du dich ein Wochenende lang wie in einer anderen Welt, komplett losgelöst vom Alltag. Ebenfalls ehrenamtlich getragen ist das Theaterfestival bei Isny, das entgegen seinem Namen auch zu Konzerten einlädt. Eine Woche lang finden tagsüber außerdem vielfältige Workshops statt – darunter auch Tanzen und Musik machen.
Weitere Genres sind ebenfalls in der Festivallandschaft des Allgäus vertreten: Mehrere Jazzfestivals bereichern die Kultur der Region. In Füssen treffen sich Stars und Nachwuchsensembles der Kammermusik zum Festival vielsaitig. Die internationale Chorszene kommt alle zwei Jahre zum Kammerchor-Wettbewerb nach Marktoberdorf, das im Wechsel mit dem Festival Musica Sacra International stattfindet.

Allgäu GmbH, Wanderlust
Mit der Musik hört es im Allgäu nicht beim Zuschauen und Zuhören auf. Es gibt allerlei Möglichkeiten, selbst zu musizieren.
Die Bayerische Musikakademie in Marktoberdorf bietet neben Konzerten auch Gesangs- und Instrumentalkurse an. Unter anderem in Nesselwang, Wertach und auf der Wannenkopfhütte kannst du Jodeln lernen. Auch Hedwig Roth bietet an verschiedenen Allgäuer Orten Kurse an.
Gemeinsam musizieren im Hotel: Auch die Allgäuer Gastgeber machen Musik machen zum Teil deines Urlaubs. Das Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang lädt seine Gäste zum wöchentlichen Singabend ein. Im Hotel Alphorn in Ofterschwang bietet der Gastwirt Alphornkurse an.
Wenn das Allgäu die höchste Dichte an Musikkapellen im deutschsprachigen Raum hat, liegt es nahe, dass hier auch Instrumente gebaut werden. So gibt es mit Peter Reitemann in Kempten einen Schlagzeugmachermeister; in seinem Fachgeschäft repariert er aber vor allem Blechblasinstrumente, ist er doch auch gelernter Metallblasinstrumentenbauer.
Schon 1562 schlossen sich die Füssener Lautenmacher zur ersten Lautenmacherzunft Europas zusammen. Die Handwerkskunst wird von mehreren Meistern noch heute inmitten der historischen Altstadt fortgeführt. Unbedingt das Museum der Stadt Füssen mit Schwerpunkt Lauten- und Geigenbau im ehemaligen Kloster St. Mang anschauen!
Der Allgäuer Musikpädagoge Martin Kern dagegen hat selbst ein Musikinstrument entwickelt: das KernKlangbrett, das dem Hackbrett ähnelt und besonders einfach zu spielen ist. Dieses Instrument kannst du dir an einem Tag selbst bauen.