Wasserläufer-Route

Wandertrilogie Allgäu | Etappe 38 Weiler-Scheidegg-Lindenberg

In dieser Saison haben wir uns einige der schönsten Etappen der Wandertrilogie Allgäu vorgenommen. Die einzelnen Etappen der Wandertrilogie teilen sich in die Kategorien Wiesengänger, Wasserläufer und Himmelsstürmer. Die 38. Etappe führt uns auf der Wasserläufer-Route von Weiler über Scheidegg nach Lindenberg.

Die 38. Etappe der Wandertrilogie erfordert etwas Kondition. Auf ca. 28 Kilometern wird die Strecke von Weiler über Scheidegg bis nach Lindenberg zurückgelegt. Start der Wanderung ist in Weiler in der Bahnhofsstraße am Wanderportal. Wie überall auf der Wandertrilogie ist auf die gute Beschilderung verlass. Wir folgen den ersten Schildern in die Ortsmitte auf den schönen Kirchplatz. Wer vor oder nach der Tour noch Zeit und Weiler als Etappenort gewählt hat kann die Hausbachklamm und den Enschenstein besuchen. Beides lässt sich jedoch auch perfekt in die 38. Etappe integrieren.

Wald- und Wiesenwege 


Über einen Wiesenweg verlassen wir den Ort in Richtung Wald und finden uns schon bald auf einem schmalen Wanderpfad wieder. Generell lässt sich sagen, dass diese Etappe durchweg auf sehr idyllischen und teils absolut wildromantischen Wegen verläuft. Bis Riegen führt der Weg oft durch Wiesen und Wälder und wäre auch prima als Wiesengänger-Route durchgegangen. Ab Riegen geht es auf einem Forstweg weiter. Nachdem wir eine kleine Wiese gekreuzt haben führt uns eine steile Treppe hinab zum Mühlenbach. Wir queren diesen und haben auf der anderen Seite die Möglichkeit einen kurzen Abstecher zum Enschenstein zu machen.

Gletschertopf Scheffau 

Überwiegend im Wald und geschützt vor der warmen Mittagssonne wandern wir bis Eyenbach. Hier verlassen wir den Wald und erreichen nach einiger Zeit die Egglismühle und den Gletschertopf. Der Gletschertopf ist ein Relikt aus der letzten Eiszeit und durchaus sehenswert. Nachdem wir Scheffau durchquert haben geht es eine ganze Weile recht hügelig bis nach Unterstein und Oberstein. Auch wenn es etwas diesig war, konnten wir hier einen guten Blick auf die Alpen erhaschen.

Skywalk Allgäu 

Oberhalb von Oberstein treffen wir auf den Skywalk Allgäu. Die beliebte Attraktion lockt Besucher mit einem gewaltigen Baumwipfelpfad und zahlreichen Aktivitäten für Groß und Klein. Den Skywalk Allgäu mit in die Tour einzubauen macht für uns auf Grund der Länge der Etappe nicht wirklich Sinn. Wir haben uns den Skywalk gemerkt und heben uns die Attraktion für ein anderes Mal auf.

Scheidegger Wasserfall 

Vom Skywalk führt der Weg über eine Anhöhe weiter hinunter nach Scheidegg. Wem die Tour zu lange ist, der kann Scheidegg bequem als Zwischenziel ansteuern. Hier gibt es zahlreiche gute Hotels und natürlich auch ein Wanderportal der Wandertrilogie. Wir haben in Scheidegg nur eine kurze Kaffeepause eingelegt und den weiteren Weg in Richtung Lindenberg eingeschlagen. Nicht weit von Scheidegg, ein kurzes Wegstück hinter Rickenbach, befinden sich die Scheidegger Wasserfälle. Der Rickenbach überwindet mehrere Steilstufen und lässt die natürlichen Wasserfälle entstehen.


 

Ziel am Hutmuseum Lindenberg 

An den Scheidegger Wasserfällen ist es nicht mehr sehr weit bis nach Lindenberg. Durch die ehemalige Feriensiedlung Ostkinberg und Allmannsried gelangen wir zum Waldsee bei Lindenberg. Am Waldsee erreichen wir das zentrale Naherholungsgebiet von Lindenberg. Erschöpft aber gut gelaunt legen wir hier eine letzte Pause ein, bevor wir die letzten Meter zum Wanderportal beim Hutmuseum in Lindenberg in Angriff nehmen.

Bilder
Autor
Best Mountain Artists, © Thorsten Günthert

Thorsten Günthert

Best Mountain Artists

Schon als Kind hatte ich eine besondere Verbindung zur Natur und liebte es draußen zu sein und zu wandern. Gemeinsam mit meiner Partnerin Johanna und einigen meiner besten Freunde berichte ich auf Best Mountain Artists über meine schönsten Wanderungen und gebe nützliche Tipps zu den verschiedensten Outdoor-Themen. Wenn gleich ich bereits viel von der Welt entdecken durfte, gefällt es mir doch am besten bei uns daheim. Dementsprechend kommt es mir bei meinen Wanderungen nicht darauf an vermeintlich noch schönere Orte zu bereisen und noch höhere Gipfel zu besteigen. Vielmehr reizt es mich mit offenen Augen durch die Natur vor unserer Haustür zu wandern und dabei mit allen Sinnen zu genießen. Für mich gibt es keinen besseren Weg die Schönheit der Natur zu erkunden, als bei einer ausgedehnten Wanderung. Das Allgäu kenne ich bereits seit Kindestagen an. Mit den Jahren habe ich den Facettenreichtum der unterschiedlichen Landschaften des Allgäus mehr und mehr zu lieben gelernt. 

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