Aufladen: Draußen sein. Die Natur an sich heran lassen.

Kraftorte nennen wir jene Plätze, die mehr zu bieten haben als eine schöne Aussicht. Im Allgäu gibt es viele davon. Begleitet uns zu Zaubergärten und Baumveteranen.

Brennende Erde. Römische Gelehrte berichteten von dem ihnen unbekannten Torf, den man zum Feuer machen nutzte. Sie nannten ihn „brennenden Erde“. Ein Besuch im Wurzacher Ried macht mit dieser einzigartigen Landschaft vertraut. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Torf in industriellem Stil abgebaut. Vor uns verlieren sich die Schienen des Torf-Bähnles im sonnenlichtdurchfluteten Birkenwald. Inzwischen ist das Wurzacher Ried ein Schutzgebiet. Dann rumpelt der kleine Zug los. Die Fahrt mit den kleinen Wagen ist lehrreich – und ein großes Vergnügen.

Kräutergärten. Viele Kräuter und Blume haben eine Wirkung, die man kaum noch kennt. Und im Allgäu gibt es viele Menschen, meist Frauen, die sich mit der Wirkung der Pflanzen befasst haben. In diversen, meist liebevoll gepflegten Gärten, findet man einen Zugang in diesen eigentümlichen Kosmos, der zu unseren Füßen gedeiht.

der Garten der 6 Sinne in Bad Wörishofen

der Kräutergarten Himmelszipfele in Leupolz

– der Verein Allgäuer Kräuterland führt ein in die Welt heimischer Bäume

Erfrischung to go. In einem Buch hatte er von der Heilkraft des Wassers gelesen und heilte sich selbst von der Tuberkulose, in dem er sich abhärtete mit einem Bad in der Donau. Mit der Wasser-Therapie hat Sebastian Kneipp den Grundstein einer Lehre gelegt, die heute an vielen Orten im Allgäu noch immer gelebt wird. Diverse Websites führen alle Wassertretbecken im Allgäu auf. Wir mögen besonders diese Kneipp-Anlagen:

– das Wasserbecken in Stephansried, wo das Geburtshaus Sebastian Kneipps stand

– die Wassertretstelle im Wörthbach, wo Kneipp erstmals in Bad Wörishofen ins Wasser ging

– der Kneipp-Aktiv-Park in Ottobeuren, wo Kneipp in der Basilika getauft wurde

Drachensee. Auf der Website Füssens heißt es, der Weißensee habe seinen Namen von den Sedimenten aus den Bergen, die dem See seine typische, weißliche Färbung geben. Doch die Mythen erzählen auch von einem See und seinem Drachen, der noch immer allgegenwärtig sei. Wenn Wurzeln wie Reptilienkrallen aussehen, Baumstümpfe wie Nüstern und dann ist da tatsächlich eine Höhle am Ufer.