Maibaum aufstellen

Die Tradition des Maibaumaufstellen reicht bis hinein in die germanischen Zeiten, wurde aber erstmals im 13. Jahrhundert schriftlich dokumentiert. Meist ist der Maibaum eine bis zu 40 Meter hohe Fichte, deren unteren Äste alle entfernt wurden, so dass nur die Baumkrone übrig bleibt. Den Stamm schmücken bemalte Schilder mit Motiven der ortsansässigen Handwerker oder Vereinswappen. Mancherorts wird der Maibaum noch mit Muskelkraft vieler kräftiger Männer hochgezogen. Nach der anstrengenden und nicht ganz ungefährlichen Arbeit freuen sich sowohl die Aufsteller als auch die Besucher auf zünftige Maibaumfeste mit traditioneller Blasmusik und einem frisch gebrautem Maibockbier.

Manchmal werden auch sogenannte Maien gesteckt: Nicht wundern, wenn man mit Krepppapier geschmückte Birken in Kaminen oder am Gartenzaun sieht. Sie werden von jungen Männern in der Mainacht am Haus der angebeteten jungen Frau gesteckt, als sichtbares Zeichen der festen Absicht.

In der Mainacht verbringt die Dorfjugend die Nacht beim Baum, denn nichts ist peinlicher als wenn morgens der Maibaum fehlt. Dann heißt es den Baum finden und mit viel Bier auslösen.

Der Maibaum wird in der Regel am 30. April oder am 01. Mai aufgestellt. 
Genauere Informationen finden sich in den Veranstaltungskalendern der Gemeinden.