Ernährung. Hauptsache frisch zubereitet...

200 Jahre Kneipp

Einfach war die Kost im 19. Jahrhundert, besonders für die einfachen Leut. Sebastian Kneipp berichtete von einer Jugend, in der vor allem Kartoffeln auf den Teller kamen. Nur an wenigen Feiertagen im Jahr konnte sich die Familie Fleisch leisten. Und selbst im weiteren Verlauf des Lebens hielt Kneipp es so, dass er sich nur an besonderen Tagen Besonderes gönnte. Würde man mit heutigen Kategorien diese Ernährungsweise einordnen wollen, dann könnte man Kneipp einen Flexitarier nennen. Einen regionalen zudem. In Wörishofen kümmerte er sich persönlich um den Anbau von Obst und Gemüse, um die Viehzucht. Sich mit Lebensmitteln gut auskennen, hielt er für wichtig. Speisen selbst zubereiten – war sein Credo, das sich auch in unsere Zeit übertragen lässt.  

Sebastian Kneipp aß gern, das sieht man ihm auf den überlieferten Fotos an. Und wer um die Biographie dieses Mannes weiß, der wird ihm das eine oder andere Kilo zu viel gönnen. Kneipp setzte sich aber dennoch für eine einfache Kost ein. Das Essen als Ausgleich für Körper, Seele und Geist. Heute würde man Soul Food sagen. Wie dieses zubereitet wird, wie gutes Essen wirkt, das wissen die Köche der Kneipp-Orte und -Hotels. Mahlzeiten sollen immer ein Highlight des Tages sein. Deshalb gibt es immer Salat, Brot, Suppe, Gemüse, Obst und ein kleines Dessert.   
Anwendung in der Kneipp-Therapie: Im Aufnahmegespräch wird die Diät, bzw. der Speiseplan nach Kneipp festgelegt. 

„Die Nahrung soll einfach und naturbelassen sein, aber schmackhaft!“ 

Sebastian Kneipp