Karina Boehnki: Yoga-Lehrerin im Allgäu

Neue Energie und Ruhe mit Yoga

Kein Leben verläuft ohne Wellengang. Die Sozialwirtin entdeckte auf der Suche nach einem Ausgleich zum kräftezehrenden Job vor neun Jahren das Yoga für sich. Und schöpfte neue Energie aus der Ruhe und der Klarheit dieses traditionsreichen Ineinandergreifens von Atmung, Bewegung und Meditation.
Genug Energie jedenfalls, um an einem grauen Herbsttag ganz entspannt die Yogaübungen durchzuführen – obwohl es kühl ist und manchmal sogar leichter Niesel aus dem Himmel seiht. Karina sagt, Yoga habe sie nie mehr losgelassen. Es hat ihr Leben verändert. Die inzwischen zweifache Mutter machte eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin. Heute bietet sie selbst Kurse an, auch solche, die der Prävention dienen. Dabei profitiert Karina von der medizinischen Ausbildung, die sie genossen hat. Das Leben mag zwar nicht immer in geraden Bahnen verlaufen, doch manchmal führen alle Wege auf wundersame Weise zu einem Ziel.
Mit einer bemerkenswerten Ruhe sitzt Karina im Lotossitz auf der Matte und beantwortet die Fragen für das Interview. Die Plattform in Waltenhofen gehört zum Ayurveda-Hotel Engel. Der Blick ist famos. Im Hintergrund trotten nun ein paar Kühe auf die Weide. Karina lächelt, trinkt noch etwas Tee. Dann legt sie die Decke ab und macht sich an die Übungen. Verblüffend, wie beweglich die zweifache Mutter ist.
Schmetterlingssitz, Baum, Kobra, der herabschauende Hund…
Doch es geht ihr nicht um vollendete Asanas. Yoga ist kein Wettkampf. Die Lehre passt perfekt ins Allgäu, weil man hier in Einklang mit der Natur leben könne. Gibt es etwa ein Allgäuer Yoga? Karina lächelt. „Für mich machen viele Bauern täglich Yoga“, sagt Karina, „vielleicht, ohne es zu wissen. Aber sie gehen hinaus, kümmern sich um ihre Tiere, um das Land, beobachten das Wetter.“ Denn darum geht es – den Moment zu leben. Achtsamkeit.