Lauris Job #10: Gesundheits- und Krankenpfleger*in bei der St. Vinzenz Klinik Pfronten im Allgäu

St. Vinzenz Klinik Pfronten: Kein Beruf, sondern eine Berufung

Mein letzter Job. Ich bin etwas wehmütig, aber viel mehr gespannt und aufgeregt vor dem heutigen Arbeitstag (und ich gestehe etwas Angst, etwas zu vermasseln hab ich auch).

Last but not least: Gesundheits- und Krankenpfleger*in in der St. Vinzenz Klinik in Pfronten. Schon vor Beginn meines Tages hatte ich vor diesem Beruf riesigen Respekt. Grob kenne ich die Aufgaben (oder?) und gehört habe ich schon viel über den Job, aber ich bin froh mir heute mein eigenes Bild machen zu dürfen.

Für das (wirklich) sehr frühe Aufstehen werde ich heute belohnt: ein vorerst letztes Mal sehe ich den Nebel zwischen den Bergen, der von der aufgehenden Sonne pink gefärbt wird. Ich werde dich vermissen, du wunderschönes Allgäu.

„Pflegerin auf Station B1 bitte.“

Da bin ich. Kai, Stationsleiter der B1, heißt mich kurz willkommen, gibt mir meine Arbeitskleidung und eine Sekunde weggeschaut ist er auch schon wieder verschwunden (ganz schön fix unterwegs). Eingekleidet mache ich mich auf die Suche nach ihm. Auf der Station B1 liegen Menschen, die eine (meist) orthopädische Operation hinter sich haben oder bald eine haben werden. Ich habe kein Problem damit, Blut zu sehen, aber etwas mulmig ist mir schon, weil ich noch unsicher bin, was mich heute erwartet.

Kein Tag wie jeder andere

Grundsätzlich gibt es einen festen Tagesplan, der aber durch verschiedene Dinge immer gern durchkreuzt wird. So bleibt jeder Arbeitstag von Anfang bis Ende spannend. Kai und ich schauen erstmal bei allen Patient*innen vorbei und messen ihre Vitalwerte. Allen geht es so weit gut, also ein super Start in den Tag. Es gibt feste Zeiten und Aufgaben die täglich anfallen, z.B. die Medikamentenvergabe, wenn nötig Unterstützung bei der Körperpflege, die Verteilung der Mahlzeiten und die allgemeine Versorgung und Betreuung der Patient*innen.

Das ist aber nicht alles. Manche Patienten dürfen sich über ihre Entlassungspapiere freuen, die wir zusammengestellt haben und manche müssen für Operationen vorbereitet werden. Ich darf (natürlich mit Kai) eine Patientin auf ihrem Weg zum Operationssaal begleiten. Ich bin froh, dass sie sich gut fühlt und mir meine Aufregung nicht anmerkt. Patienten haben natürlich unterschiedliche Emotionen, sowohl positive als auch negative, die man als Gesundheits- und Krankenpfleger*in einschätzen und zu händeln können muss.

Eine Frage der Leidenschaft

Dieser Job ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, aber ein Blick hinter die Kulissen empfinde ich als sehr wichtig: Jede*r von uns kann in die Lage kommen auf die Hilfe eines Pflegers oder einer Pflegerin in einem Krankenhaus angewiesen zu sein (dreimal aufs Holz geklopft) und wenn man diesen Gedanken auf sich wirken lässt, wird einem deutlich wie bedeutend der Beruf wirklich ist. Um ihn besonders gut machen zu können muss man also Leidenschaft mitbringen. Leidenschaft sich Herausforderungen zu stellen, Leidenschaft im Team zu arbeiten und vor allem Leidenschaft Menschen zu helfen.

Ich bin ganz froh, als ich eine Patientin im Rollstuhl durch den Garten schieben darf, wir beide uns über die Sonne und das wunderschöne Alpenpanorama freuen und ich einmal durchatmen kann (ich bin wohl nicht so fix wie Kai). Aber das frühe Aufstehen merke ich gar nicht mehr so. Da in diesem Job in Schichten gearbeitet wird, ist auch für Langschläfer und Nachtvögel eine passende Zeit dabei.

Entwicklungsmöglichkeiten? Aber hallo!

Um Gesundheits- und Krankenpfleger*in zu werden, macht man eine 3-jährige Ausbildung, die man mit der mittleren Reife starten darf. Aber wer denkt, man macht nur die von mir erklärten Tätigkeiten, der täuscht sich. Pfleger ist nämlich nicht gleich Pfleger. Man lernt im Laufe der Ausbildung viele verschiedene Bereiche kennen, wovon man sich später auf einen spezialisieren kann, z.B. Notfallpflege, Intensivpflege, Geriatrische Pflege und viele mehr. Hier in der St. Vinzenz Klinik in Pfronten ist das möglich. Kai erzählt mir, dass er seine Arbeit hier gerne macht, weil alle (wirklich alle) Mitarbeiter respektvoll und auf Augenhöhe miteinander umgehen und er jeden Tag weiß, etwas wirklich Sinnvolles zu tun.

Ich komme zu dem Schluss: Dieser Job verdient so viel Respekt wie ich ihm am Anfang entgegengebracht habe und eigentlich noch viel mehr. Es ist aber auch ein Job der Spaß macht und vor allem glücklich macht durch die viele positiven Rückmeldung von Patienten (die Frage nach der Kaffeekasse kam häufig).

Für mehr sinnstiftende Jobs und spannende weitere Informationen der St. Vinzenz Klinik in Pfronten klicke dich durch unter folgendem Link: karriere-vinzenz-klinik.de/

 


 

Job-Checkliste

Für wen ist dieser Job geeignet:

Für kontaktfreudige Teamplayer, die Motivation und Freude im Umgang mit hilfebedürftigen Menschen mitbringen, zuverlässig und empathisch sind

Was muss man mitbringen:

Den Willen über sich hinauszuwachsen. Die Fähigkeit sich in andere Menschen hineinzuversetzen.

Vor was darf man keine Angst haben:

Verantwortung: man trägt für alles, was man tut eine große Verantwortung, auch im Hinblick auf die Gesundheit der Patient*innen. Aber auch vor selbständiger Arbeitsweise und situativem Handeln.

Absolutes Highlight des Jobs:

Der Umgang mit den Patient*innen und die Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber der geleisteten Hilfe

Tagesaufgaben in Stichworten

  • Vitalwerte messen
  • Medikamentenvergabe
  • Allgemeine Versorgung der Patient*innen
  • Unterstützung bei der Körperpflege
  • Mahlzeiten verteilen
  • Patient*innen für Operationen vorbereiten und später zurück auf die Station holen
  • Entlassungspapiere fertigstellen
Autor
Jobhopperin Lauri: Laura, oder auch Lauri genannt, ist mit ihren 28 Jahren die Älteste in der Runde. Aus dem schönen Niederrhein kommend, lernt sie nicht nur viele neue Jobs kennen, sondern schnuppert auch zum ersten Mal Allgäuer Landluft. © Allgäu GmbH

Jobhopperin Lauri

Job-WG Allgäu

Ich bin Lauri: Absolute Genießerin, unerschütterliche Optimistin und lebenslustig. Meine Einstellung: „Geht nicht, gibt’s nicht.“. Also ran an den Speck und einfach mal versuchen. Vieles geht gut, manches aber auch schief. Gehört ja aber dazu, oder?
Ich lache viel und gerne (auch über mich), bin neugierig und quassele den lieben langen Tag.
Mein Herz schlägt für die Natur, gutes Essen, Action, das Reisen und meine Nike Air Schuhe (Verrückt? Auf jeden Fall, aber sie begleiten mich auf all meinen Abenteuern).
Rumsitzen? Ohne mich! Jobhopperin in der Job-WG-Allgäu sein ist also perfekt für mich!

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