Lauras Job #7: Seilbahntechniker*in bei den OK-Bergbahnen, Söllereck

OK-Bergbahnen: Arbeiten in luftiger Höhe

Einatmen. Bergluft spüren. Frei fühlen. Bei meinem heutigen Job geht es hoch hinaus. Was dabei an Arbeitskleidung nicht fehlen darf: Wanderschuhe, Klettergurt und Helm.

Mein zweiter Job im schönen Oberstdorf beginnt heute direkt am Berg. Ich darf den Beruf des/der Seilbahntechniker*in bei den OK-Bergbahnen testen. OK bedeutet aber nicht, dass die Bergbahnen nur “Okay” sind, sondern steht für Oberstdorf-Kleinwalsertal Bergbahnen, denn in diesem Gebiet hat die Gesellschaft gleich mehrere Bahnen anzubieten. Für mich geht es heute rauf auf’s Söllereck.

Blitzschnell und nagelneu

Nach wenigen Monaten Bauphase konnte die in 2020 errichtete Söllereckbahn nun im Mai 2021 erstmals für die Gäste in Betrieb gehen. Mit dem Helikopter wurden dabei die riesigen Seilbahnstützen aufgestellt, über welche heute das Seil, welches die neuen Gondeln nach oben trägt, verlaufen. Die Stützen können übrigens bis zu 13 Meter hoch sein. Die moderne Bahn verfügt nun über neue größere Kabinen mit je 10 Sitzplätzen pro Gondel.

Alles familiengerecht

Die Autofahrt nach oben zur unteren Station ist schon super schön und die Aussicht ein Traum! Meine Gedanken liegen bei meinem Motorrad. Die kurvige Strecke wäre genau richtig, genauso wie das traumhafte Wetter heute. Am Parkplatz angekommen genieße ich noch einen kurzen Augenblick die Aussicht, dann laufe ich los zur Mittelstation. Laufen? Ja, richtig. Die Mittelstation ist nämlich gar nicht weit weg von der unteren Station. Da das Söllereck ein Berg für Groß und Klein ist ist, soll hier eben die ganze Familie beste Voraussetzungen haben, auch ältere Menschen oder Personen im Rollstuhl.

Ein eingespieltes (Berg-)Team

Zwei Stunden bevor die Bergbahn für Gäste öffnet, beginnt mein Arbeitstag mit Christian, der mich heute begleitet. Christian zeigt mir zunächst wie die Bahn funktioniert und erklärt mir, dass die langen Drahtseile so dick sein müssen, um die Gondeln sicher zu transportieren. Nach der ersten kurzen Führung holen wir die schicken neuen Gondeln aus ihrer Garage. Dort sind sie vor Sturm, Unwetter und Unfug geschützt. Durch die gute Zusammenarbeit dauert das Vorbereiten der Bahn nur etwa 40 Minuten. Dabei werden die Gondeln in die richtigen Abstände gebracht, kontrolliert und ob sie über alle Stützen gut laufen. Über Funkgeräte werden dazu Bestätigungen zu jeder Stütze von zwei Kollegen verschickt, die mit jeweils einer Gondel nach oben beziehungsweise nach unten fahren. Und was wenn die Gondeln ausnahmsweise mal nicht gut laufen? Dazu bekommen die beiden einen Rucksack mit Kletterausrüstung mit und natürlich werden auch die Notschalter getestet, die die Bahn im Notfall zum Stehen bringen.

“Mädchen für alles”

Einen Job, der so vielseitig ist, habe ich bisher noch nicht erlebt. Christian kennt sich mit jeder Anlage, jedem Gerät und jeder noch so kleinen Technik aus. Gemeinsam fahren wir mit dem Quad hoch zur Bergstation und kontrollieren dabei den Fußgängerweg und Söllis Kugelrennen, eine große Holzkugelbahn für die Kinder. Im Winter müssen zusätzlich die Schnee-Erzeuger gecheckt werden. Auch die Stützen der Bahn dürfen bei den regelmäßigen Kontrollen nicht ausgelassen werden und genau so eine Kontrolle steht auch für Christian und mich heute an. Ab geht es 13 Meter in die Höhe. Schwindelfrei muss man hier definitiv sein und immer dran denken: nicht nach unten sehen! Hier oben zwischen den fahrenden Gondeln wackelt es ganz schön, aber der traumhafte Ausblick ist es wert.

Christians Handy klingelt am Tag übrigens ziemlich häufig. Als Betriebsleiter am Söllereck ist er der finale Entscheidungsträger und muss deswegen häufig einbezogen werden. Er nennt sich selbst lachend das “Mädchen für alles”.

Wandern, Gondel fahren und Highlights genießen

Die Freizeitmöglichkeiten hier am Söllereck sind gigantisch. Wandern, Gondel fahren, Allgäu-Coaster fahren, Ski fahren, Spielplatz & Kugelbahnen für Kinder, Restaurants alles vor Ort. Seit diesem Jahr gibt es zwei weitere Kugelbahnen auf dem Wanderweg. Die Kugeln sind an der Kasse wie auch direkt an den Kugelbahnen erhältlich. Außerdem gibt es den Allgäu-Coaster, eine ganzjährige Rodelbahn, die nicht nur für Kinder ein Spaß ist, wie ich zum Abschluss meines Tages noch herausfinden darf.

Neben Gondel fahren, Wandern, Skifahren und den großen neuen Kugelbahnen für die kleinen Gäste des Söllerecks gibt es aber auch noch zwei weitere Highlights: Zum einen gibt es für diejenigen, die nicht bis zu einer der Alpen wandern wollen, das Berghaus Schönblick, direkt an der oberen Station. Auch hier könnte man wunderbar z.B. im Service arbeiten und dabei die Aussicht genießen.

Gute Vorbereitung bringt das beste Ergebnis

Ein(e) Seilbahntechniker*in ist beim Söllereck nicht nur spezifisch für die Seilbahn, also Gondeln, Stützen und Technik zuständig, sondern auch für alle Felder, die die Seilbahn umgeben, wie die Wanderwege und Skipisten sowie die Rodel- und Kugelbahnen. Nur wenn all diese Dinge funktionieren, regelmäßig gecheckt und gegebenenfalls gewartet werden, kann den Besuchern ein tolles Erlebnis ermöglicht werden.

Du willst auch etwas Bergluft spüren und wärst bereit für einen Job in luftiger Höhe? Dann bist du bei den Oberstdorf-Kleinwalsertal Bergbahnen genau an der richtigen Adresse: www.ok-bergbahnen.com/unternehmen/jobs-karriere/

 


Job-Checkliste

Für wen ist dieser Job geeignet:
Für all diejenigen, die viel Abwechslung im Berufsalltag haben möchten, die Spaß an Technik und vor allem kein Problem mit der Höhe haben.

Was muss man mitbringen:
Technische Affinität, Spaß am Klettern, Schwindelfreiheit, Kontaktfreude und Teamgeist

Vor was darf man keine Angst haben:
Vor der Höhe und viel Kontakt zu anderen Menschen

Absolutes Highlight des Jobs: 'All meine Aufgaben haben mir Spaß gemacht, aber die Highlights waren vermutlich das Quadfahren und das Klettern auf die Seilbahnstützen.

Tagesaufgaben in Stichworten:
Ein- und Ausrangieren der Gondeln, die Seilbahn kontrollieren. Die einzelnen Stationen der Bergbahn vorbereiten, die Stützen kontrollieren, Wanderwege abfahren, Kugelbahnen in Stand halten, Sicherheit der Gäste beim Ein- und Aussteigen gewährleisten

Autor
Jobhopperin Laura: sere zw eite Laura im Bunde macht die Job-WG komplett. Direkt im Anschluss an ihre Weiterbildung zur Wirtschaftsfachwirtin und vollbepackt bis obenhin, hat sich die 21-Jährige auf dem Weg ins Allgäu gemacht.   © Allgäu GmbH

Jobhopperin Laura

Job-WG Allgäu

Aufgeweckt. Immer auf Zack. Offen und gut gelaunt. Das bin ich, Laura die Ihr Leben gerne laut & bunt gestaltet. Langeweile, was ist das? Durch meine verrückte, motivierte und kreative Art lasse ich mir immer neue Ideen einfallen, bei denen mich meine Familie und Freunde tatkräftig unterstützen. Dennoch, ob Familie in der Ferne oder Freunde in der Nähe, wo Hilfe gebraucht wird, bin auch ich zur Stelle. Ich bin sehr aufgeschlossen, zielstrebig und freue mich auf jede neue Herausforderung, die mir das Leben so stellt.

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