Lauris Job #2: Fachverkäufer*in für Fleisch und Wurst bei der Metzgerei Kleiber

Metzgerei Kleiber: Zwischen Wurstbäumen und Herzlichkeit

Vom Wurstbäumchen bauen und herzlichem Kundenkontakt. Als Fachverkäufer*in bei der Metzgerei Kleiber ist Präzision und Kreativität gefragt!

Mein zweiter Job. Ich bin aufgeregt, voller Vorfreude und müde (ich bin lange nicht mehr so früh aufgestanden). Ich schlüpfe heute in den Beruf der Fachverkäufer*in für Fleisch und Wurst in der Metzgerei Kleiber in Memmingen.

Meine Eltern schmunzeln als sie das erfahren, denn seit ich klein bin, liebe ich Wurst in sämtlichen Variationen. Ob die Wurst hier wohl noch besser schmeckt?

Meine Vorerfahrungen mit Metzgereien: reingehen, begrüßen, Ware aussuchen, bezahlen und wieder raus. Aber steckt noch mehr hinter dem Beruf?

Guten Morgen alle zusammen

Matthias (zuständig für Aus- und Weiterbildung und die Betreuung der Praktikant*innen) nimmt mich freundlich in Empfang. Zuerst bekomme ich Kittel plus Schürze (klassisch und irgendwie süß). Nach der morgendlichen Besprechung weiß jeder welche Aufgaben er hat.

Ich hänge mich an Steffi und Karo, die vor einem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Es sitzt jeder Handgriff. Durch die gute Organisation steht keiner im Weg (außer ich ab und zu). Alles geht schnell und dennoch stressfrei. Die täglich frische Ware wird angenommen, im Kühlraum verstaut oder kommt direkt in die Auslage. 

Bäume bauen und Feinarbeit?

Ehe ich mich versehe, baue ich Würstchenbäume (ein Grundgerüst aus Würstchen auf die weitere gestapelt werden, wodurch ein Baum entsteht. Verrückt!). Ich räume weitere Würste ein. Präzision ist gefragt, denn jede Wurst hat ihre eigene Form und somit ihre eigene Art drapiert zu werden. Ich bin konzentriert und merke nicht, wie schnell die anderen fertig sind. Die Theke sieht so einladend aus, dass ich darüber nachdenke, was ich mir nach Feierabend alles kaufen will. 

Los geht‘s

Die ersten Kund*innen kommen. Es gibt eine große Stammkundschaft, wovon viele direkt mit Namen angesprochen werden. Ich merke schnell, dass Freundlichkeit an erster Stelle steht und eine Kundenberatung eben so lange braucht, wie sie braucht. Hierfür müssen die Mitarbeiter*innen auch erklären können, wo die Produkte herkommen, was drin steckt und wie man sie zubereitet.

Ist ein geringeres Kundenaufkommen, wird die Theke neu bestückt und hergerichtet. Neben Wurst und Fleisch gibt es verschiedene, wechselnde Salate und eine heiße Theke, die besonders zur Pausenzeit beliebt ist.

Apropos Pause, mein Bauch knurrt. Stefanie erzählt mir, dass es Frühstücks-, Mittags- und Nachmittagspausen gibt. Für mich gibt es nun erst mal ein Brötchen mit Wurst nach Wahl und einen Kaffee.

Ohne Fleiß keinen Preis

Es gibt noch zahlreiche andere Aufgaben, an denen ich mich versuchen darf. Ich bearbeite Bestellungen, lege Wurstplatten, bereite Canapés zu und mache Brutzelfleisch (ich liebe es!). Ich muss gestehen, vor allem das Legen der Wurstplatte und die Canapés waren eine große Herausforderung für mich, weil es Feinarbeit ist und mich ans Basteln erinnert (das war nie meine Stärke;-)). Aber Herr Denzel (Filialleiter in Memmingen) und Steffi glauben an mich, ganz nach dem Motto: „Übung macht den Meister“. 

Man weiß, woher es kommt

Qualität und Regionalität wird hier großgeschrieben. Matthias und Herr Denzel betonen, wie wichtig die respektvolle Zusammenarbeit zwischen den Landwirt*innen und der Metzgerei ist. Bezüglich des Tierwohls steht fest: „Ethik und Qualität gehen Hand in Hand.“ 

Die Metzgerei Kleiber betreibt Ihr eigenes Schlachthaus, welches einen Grundpfeiler der hohen Qualität bildet. Da fast 100% der angebotenen Waren selbst hergestellt werden, gibt es halt nicht immer alles, je nach Wochentag, Woche oder Saison.

Der Berufseinstieg in der Metzgerei

Die Metzgerei Kleiber bietet sowohl die Ausbildung zum/zur Fachverkäufer*in für Fleisch und Wurst als auch die zum/zur Metzger*in an. Die Ausbildung dauert jeweils 3 Jahre und beinhaltet die Arbeit im Betrieb und den Besuch einer Berufsschule. Hier wird Theorie vermittelt und der Umgang mit den Lebensmitteln und das Kochen gelernt. Jede(r) Auszubildende hat seine(n) persönliche(n)  Ansprechpartner*in im Betrieb.

Zu meinen Fragen:

1. Schmeckt die Wurst bei der Metzgerei Kleiber besser? Für mich eindeutig Ja, weil ich es wichtig finde zu wissen, was ich da genau esse, wo es herkommt und wie es hergestellt wurde.

2. Steckt noch mehr hinter dem Beruf? Auch hier ein klares Ja. Die Aufgaben und Zuständigkeiten wechseln regelmäßig, sodass keine Langeweile aufkommt. Außerdem erfordert der Beruf aufgrund seiner Vielseitigkeit wesentlich mehr Fähigkeiten und Kenntnisse, als ich zu Beginn dachte.

 

Weitere spannende Informationen über deine Karriere bei der Metzgerei Kleiber findest du unter:
www.kleiber-metzgerei.de/karriere/ausbildung/

 


Job-Checkliste

Für wen ist dieser Job geeignet:

Für Teamplayer mit Spaß am Umgang mit Lebensmitteln, die sich abwechslungsreiche Arbeitstage wünschen. Außerdem sollte eine ausgeprägte Sozialkompetenz vorhanden sein und ein Interesse fürs Kochen.

Was muss man mitbringen:

Man muss offen für neue Aufgaben sein und Leidenschaft für seine Arbeit haben. Außerdem muss die Bereitschaft für Wochenendarbeit und längere Arbeitszeiten vorhanden sein (dies wird aber meist durch eine 4-Tage-Woche ausgeglichen).

Vor was darf man keine Angst haben:

Vor dem Kundenkontakt.

Absolutes Highlight des Jobs:

Die Arbeitsatmosphäre, die Abwechslung und das direkte Feedback und Lob durch die Kunden und Kundinnen.

Tagesaufgaben in Stichpunkten:

Warenannahme, Ware in der Kühlkammer sortieren, Theke einräumen, Laden öffnen, den Rest des Tages unterschiedliche Aufgaben z.B. nachfüllen, bedienen, sauber machen/aufräumen, Bestellungen bearbeiten, Wurstplatten und Canapés herrichten.

Autor
Jobhopperin Lauri: Laura, oder auch Lauri genannt, ist mit ihren 28 Jahren die Älteste in der Runde. Aus dem schönen Niederrhein kommend, lernt sie nicht nur viele neue Jobs kennen, sondern schnuppert auch zum ersten Mal Allgäuer Landluft. © Allgäu GmbH

Jobhopperin Lauri

Job-WG Allgäu

Ich bin Lauri: Absolute Genießerin, unerschütterliche Optimistin und lebenslustig. Meine Einstellung: „Geht nicht, gibt’s nicht.“. Also ran an den Speck und einfach mal versuchen. Vieles geht gut, manches aber auch schief. Gehört ja aber dazu, oder?
Ich lache viel und gerne (auch über mich), bin neugierig und quassele den lieben langen Tag.
Mein Herz schlägt für die Natur, gutes Essen, Action, das Reisen und meine Nike Air Schuhe (Verrückt? Auf jeden Fall, aber sie begleiten mich auf all meinen Abenteuern).
Rumsitzen? Ohne mich! Jobhopperin in der Job-WG-Allgäu sein ist also perfekt für mich!

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