Lauris Job #8: Manufakturmanager*in in der Allgäuer Genussmanufaktur eG

Allgäuer Genussmanufaktur eG: Wenn Genossen Genuss genießen

Als Manufakturmanager*in in der Allgäuer Genussmanufaktur eG trägt man viel Verantwortung (mit viel Spaß) für ein außergewöhnliches Heimat-Projekt.

Genussmanufaktur? Genießen kann ich! Aber reicht das, um Manufakturmanager*in bei der Allgäuer Genussmanufaktur eG in Leutkirch-Urlau zu sein?

Neben der Genussbrauerei, der Allgäuer Alphorn Akademie und der Red Beard Gin Manufaktur sind noch 14 weitere Genuss- und Kunsthandwerker in dem alten Brauereigebäude untergebracht. So unterschiedlich wie die Handwerke sind, sind die Leute, die hier arbeiten. Christian, der Manufakturmanager, nimmt mich in Empfang und zeigt mir seinen Alltag und die Genussmanufaktur. So viel sei verraten: Ich habe erwartet, dass ich heute viel erleben werde, aber so viel?

Der Name ist Programm

Die Genussmanufaktur ist ein Heimat-Projekt, das von einer ehrenamtlich organisierten Genossenschaft ins Leben gerufen wurde. Dabei zählen sich bereits über 900 Menschen als Teil der Genossenschaft, die gemeinsam über eine Million Euro Bürger-Kapital zusammengetragen haben, um es zu ermöglichen, die Genussmanufaktur zu eröffnen. Das Ziel war es einen Ort für Kreativität und gemeinsamen Austausch zu schaffen und Regionalität interessant zu machen. Es sollte ein Markt sein, der wetterunabhängig stattfinden und so den Künstler*innen und Handwerker*innen ein sichereres Einkommen ermöglichen kann. Den Besucher*innen wird hier ein Kauferlebnis geboten, bei dem sie sehen wie, wo und von wem ihre Einkäufe hergestellt werden.

Wissen, wovon man spricht

Eine Aufgabe des Manufakturmanagents ist es verschiedene Gästeführungen zu organisieren und umzusetzen. Damit ich so eine machen kann, muss ich natürlich wissen, wovon ich rede. Also: Achtung, Achtung an alle, ich komme!

Backe, backe Brot

Schon morgens steigt mir ein wunderbarer Duft in die Nase! In Bäckereien riecht es immer gut, aber ich bin überzeugt: Hier riecht es noch besser! Ich packe mit an und erfahre, dass der Teig für den besonderen Geschmack und eine bessere Verträglichkeit extra lang gelagert wird. Das Ergebnis sind dann köstliche Brote und Brötchen, die aussehen wie gemalt (es gibt sogar welche mit Blüten).

Ein gemischtes Allerlei aus 17 verschiedenen Genuss- und Kunst-Handwerkern

Als Nächstes steht Weben auf dem Plan. Ich hatte echt Angst das hochwertige Material und die vorherige Arbeit zu zerstören. Obwohl meine Arbeit (natürlich) nicht annähernd so gut ist, wie die der Profis, hat es super Spaß gemacht und ich hab’ nichts kaputt gemacht. Vorteil beim Weben ist außerdem, dass ich mir das Fitnessstudio sparen kann, weil man viel Kraft einsetzen muss.

Nächster Stopp: Traditionelle Tabakherstellung. Hier darf ich eine Schnupftabakmaschine testen (Ohne Nikotin, sonst wäre der Tag vermutlich direkt gelaufen :D). Die Mischung riecht u.a. nach Minze und sehr erfrischend!

Naturtalent im Alphornspielen

Direkt nebenan geht’s in den weißen Saal, eine Bibliothek mit ca. 15.000 Büchern. Hier darf ich meinen ersten Versuch starten den Besucher*innen etwas über den Raum zu erzählen. Tolles Gefühl, wenn die Menschen so freundlich und interessiert sind. Hier wartet dann auch meine nächste Challenge: Alphorn spielen mit Siegfried Leitermann. Ein richtiger Allgäuer, sehr nett und trotz seiner 79 Jahre lebensfroh (mit ausgeprägtem Dialekt). Eine Erklärung wie es geht und losspielen. Es klappt! Alle sind mehr als überrascht, dass ich einen halbwegs geraden Ton rausbekomme (das macht mich etwas stolz).

Leckeres Tröpfchen

Um die Kehle wieder zu befeuchten, gibt es einen Red Beard Gin und den Simsala-Gin. So ausgefallen, wie die Namen sind, schmecken auch die Ginsorten. Köstlich! Auch hier habe ich einen herzlichen Menschen kennengelernt, der mir alles zur Herstellung erklärt.

Ich merke grade, ich kann nicht alles berichten, das wäre zu viel. Eines aber noch: Das Kaffeerösten des Mutmacher-Kaffees war für mich als Kaffeeliebhaberin ein duftender Traum und lecker war er auch noch. Zusätzlich besonders an der Rösterei: Es geht um ein faires Miteinander mit den Bauern, von denen die Kaffeebohnen stammen!

Ein Arbeitsplatz wie kein anderer

Natürlich geht es bei dem Job als Manufakturmanager*in darum Gästeführungen zu geben. Das ist aber bei Weitem nicht alles. Es ist wichtig immer neue Ideen zu haben, um das Projekt weiterzuentwickeln und Vermittler*in zwischen unterschiedlichen Charakteren zu sein. Da aber auch Aufgaben wie die Buchführung und Kontaktpflege mit Geschäftspartner*innen anfallen, gibt es auch einige Aufgaben, die am Laptop oder Handy erledigt werden.

Alles in allem ein absolut abwechslungsreicher Beruf, der einen immer vor neue Herausforderungen stellt, aber mit Abenteuern und dem Kontakt mit spannenden Menschen belohnt.

Weitere spannende Informationen über die Genussmanufaktur eG findest du unter: https://www.allgaeuer-genussmanufaktur.de/

 

 


Job-Checkliste

Für wen ist dieser Job geeignet:

Für Menschen, die eine Bereicherung fürs Leben suchen, Abwechslung in ihrem Arbeitsalltag wollen und mit ganzem Herzen bei der Sache sind.

Was muss man mitbringen:

Es ist keine besondere Vorbildung notwendig, aber man muss kommunikativ sein, vermitteln können, etwas mit Zahlen umgehen, aufgeschlossen sein und eine gewisse Marketingaffinität haben.

Vor was darf man keine Angst haben:

Vor dem Kontakt mit sehr unterschiedlichen Charakteren.

Absolutes Highlight des Jobs:

Ein Highlight? Unmöglich hier ein Bestimmtes festzulegen!

Tagesaufgaben in Stichworten

Besucherführungen machen, Buchführung, Kontaktpflege mit Geschäftspartnern, organisatorische Aufgaben wie z.B. für Eintrittsbändchen sorgen, für einen flüssigen Ablauf innerhalb der Genussmanufaktur sorgen.

Autor
Jobhopperin Lauri: Laura, oder auch Lauri genannt, ist mit ihren 28 Jahren die Älteste in der Runde. Aus dem schönen Niederrhein kommend, lernt sie nicht nur viele neue Jobs kennen, sondern schnuppert auch zum ersten Mal Allgäuer Landluft. © Allgäu GmbH

Jobhopperin Lauri

Job-WG Allgäu

Ich bin Lauri: Absolute Genießerin, unerschütterliche Optimistin und lebenslustig. Meine Einstellung: „Geht nicht, gibt’s nicht.“. Also ran an den Speck und einfach mal versuchen. Vieles geht gut, manches aber auch schief. Gehört ja aber dazu, oder?
Ich lache viel und gerne (auch über mich), bin neugierig und quassele den lieben langen Tag.
Mein Herz schlägt für die Natur, gutes Essen, Action, das Reisen und meine Nike Air Schuhe (Verrückt? Auf jeden Fall, aber sie begleiten mich auf all meinen Abenteuern).
Rumsitzen? Ohne mich! Jobhopperin in der Job-WG-Allgäu sein ist also perfekt für mich!

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