Etappe 2: Bad Wörishofen – Bad Grönenbach

Glückswege

Bad Wörishofen ist die historische Wirkstätte Kneipps. Bis heute ist er in der ganzen Stadt spürbar. Ein Rundgang bringt diesen Helden des Allgäus näher, bevor es in den Sattel geht. Ein Besuch des Badehäuschens und der Wandelhalle ist Pflicht. Danach geht es auf dem Rad in Richtung Kurpark. Mit seinen zahlreichen Themengärten ist er ebenfalls einen Stopp wert, bevor es hinaus auf die Glückswege des Pfarrers und hinein in das Grün der Alt-Moränen-Landschaft geht.
Linker Hand geht es in Richtung Altensteig und durch ein kurzes Waldstück. Die Glückswege führen auf dem Kneipp-Radweg durch weite Felder. Immer wieder zeigen sich die fernen Berge am Horizont. Zeit, innezuhalten und Glücksmomente zu genießen. Es folgt Dirlewang, hier geht es im Ort in Richtung Köngetried rechts weg. Leichte Anstiege sorgen für Abwechslung.

In Köngetried folgt der Radfahrer der Beschilderung nach Markt Rettenbach. Sehr bald erscheint linker Hand die Katzbrui-Mühle, in der es eine erste Stärkung gibt. Die Getreidemühle entstand im 17. Jahrhundert und gilt als bedeutendes Zeugnis ländlich-bäuerlicher Baukultur. Das Mühlenmuseum erzählt die Geschichte des Bauwerks, seiner Bewohner und des Handwerks. Hausgemachtes Mühlenbrot, Fleisch aus der eigenen Räucherkammer oder fangfrische Forellen aus dem Mühlenteich stehen auf der Speisekarte.

Über Vorderbuchenbrunn geht es mit neuen Kräften weiter durch die grünen Felder, immer mit Blick auf die fernen Berggipfel. Nach Lannenberg lohnt es sich, auf die Beschilderungspfeile zu achten. Die nächste größere Ortschaft ist Frechenrieden. An einem Waldstück vorbei führen die Glückswege nach Langenberg. Wie aus dem Nichts erhebt sich hier die beeindruckende Basilika von Ottobeuren vor den Augen und kündigt die nahende Marktgemeinde an.

Die Radrunde selbst führt quer durch den Kern von Ottobeuren. Die Basilika, in der Sebastian Kneipp getauft wurde und sein erstes Heiliges Messopfer feierte, ist ein Meisterwerk der Barockkunst. Sie beherbergt die weltberühmten Riepp-Orgeln, die sowohl handwerklich als auch qualitativ und klanglich eine Höchstleistung der Orgelbaukunst darstellen. Die Ottobeurer Konzerte locken jedes Jahr viele Musikliebhaber aus dem ganzen Land in die Marktgemeinde.
Man verlässt Ottobeuren auf einem straßenbegleitenden Radweg in Richtung Moosbach. Die Sehnsucht weckenden Fernblicke werden erneut zum Begleiter. Über Herbishofen und Hetzlinshofen führen die Glückswege wunderbar eben weiter in Richtung Dietratried, vorbei an einem hübschen, antik wirkenden Feuerlöschgerätehaus. Auf Feldwegen radelt man weiter in Richtung Niederdorf und Wolfertschwenden. Hier geht es im Ort rechts weg in Richtung Bad Grönenbach, einfach der Beschilderung folgen.

Die Radrunde führt mitten durch die Marktgemeinde Bad Grönenbach. Deren Wahrzeichen, das Hohe Schloss, ist von Weitem sichtbar ist. Es wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist Zeuge einiger Besitzerwechsel und Herrscher mit bedeutenden Namen wie „von Rothenstein“, „von Pappenheim“ und „Fugger“. Von hier hat man nicht nur einen schönen Blick auf das Heilbad und die Umgebung, sondern man kann sich auch gleich auf die Spuren Kneipps begeben und heilbringende Pflanzen kennenlernen.
Den Ortskern von Bad Grönenbach verlässt der Radfahrer bergauf in Richtung Rothenstein. Nach einem kurzen Stück bergab folgen der Ortsausgang und ein anspruchsvoller Anstieg. Doch aufgepasst auf die Beschilderung, bald geht es rechts ab in den Wald hinein und auf eine steile und kurvige Abfahrt. Kurz danach öffnet sich wieder das freie Feld und in der Ferne sieht man aus dem Wald den kleinen Kirchturm von Lautrach herausragen.

In Oberbinnwang schließlich fährt der Radfahrer rechts weg in Richtung Unterbinnwang. Das Höhenprofil ist vollkommen eben. Danach nach links in Richtung Wagsberg, das direkt an der Iller liegt. Nächstes Ziel ist Illerbeuren mit dem Schwäbischen Bauernhofmuseum. Das Freilichtmuseum mit mehr als 30 Gebäuden aus vier Jahrhunderten macht vergangene Zeiten wieder lebendig. Original eingerichtete Häuser und Höfe erzählen die Geschichte der ländlichen Bevölkerung und ihrer Kultur.

Wir überqueren die Iller und kommen nach Lautrach. Vorbei am Rathaus und am Schloss verlassen wir die Gemeinde in Richtung Süden, mit Blick auf die gesamte Alpenkette. Es wird ein wenig hügeliger, während man durch Felder und Waldstücke radelt. Am Stadtweiher vorbei fahren wir hinein nach Leutkirch. Die malerische Altstadt mit ihren Kopfsteinpflastergassen und bunten Häusern ist einen ausgedehnten Bummel wert.

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