Naturheilverfahren im Allgäu

Heilkräftiges MOOR

Schwarz, erdig und duftend – ein Bad in dem erwärmten zähen Brei ist eine unvergleichliche Erfahrung.

Für ein heilsames Moorbad oder eine Moorpackung wird das frisch gestochene Naturmaterial zerkleinert und mit Wasser gemischt. Vor der Anwendung wird der Schlamm auf etwa 40 Grad erwärmt und in einen Bottich gefüllt. Bitte eintauchen! Schon Kelten und Römer haben Verletzungen mit dem wohligen Matsch geheilt.                         

Moor hält die Wärme fünfmal länger als Wasser und vermag dementsprechend Verspannungen der Muskulatur zu lösen. Die Heilwärme kurbelt Stoffwechselprozesse an und wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem.

Der therapeutische Einfluss des Naturproduktes wurde im Allgäu vor mehr als 200 Jahren erkannt. Geologisch gesehen, liegt seine Kraft im Torf: Pflanzenreste, die sich über Jahrhunderte in feuchten Sumpfgebieten angesammelt haben. Zum heilsamen Moor-Cocktail zählen Gerbstoffe, Hormone, Huminsäure, Stickstoff, Flavonoide, ätherische Öle, Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen und Schwefel. Ein hochwirksamer organischer Wirkstoff-Mix mit entzündungshemmender, durchblutungsfördernder und schmerzlindernder Wirkung – etwa bei Rheuma und Arthrose.

Schwimmen in einem Moorsee ist dagegen vor allem wohltuend für die Haut, entspannend für die Seele und sorgt für allgemeines Wohlbefinden.

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