Drei besondere Orte

Von Trollen, Klängen und dem Schlafen am Fels

Drei besondere Orte für Rückzug und Stille

Die meisten Wochen des Jahres sind so hektisch, dass wir uns in den Ferien nach Momenten und Orten sehnen, in denen wir uns zurücklehnen können. Das Allgäu und seine Natur sind mit solchen Plätzen gesegnet. Wer durch das Faulenbacher Tal wandert, erlebt einen Winkel der Region voller Felsen und See, Wald und Natur. Ideal für den Rückzug! Bei den Konzerten der Allgäuer Formation VUIMERA ist Gelegenheit, sich für neue Klänge zu öffnen. Und über der Höllschlucht, wo man nachts in schaukelnden Betten in schwindelnder Höhe oder am Fels schläft, wölbt sich der Sternenhimmel. 

 

Ein Hotel mit 1.000 Sternen

Ein Traum: Ein Liegeplatz zwischen den Bäumen unter den Sternen

„Papa.“
„Ja.“
„Kennst du die Sterne über uns?“
„Nicht alle.“
„Und wie heißt der da?“
„Das ist einer von denen, die ich nicht kenne.“
„Und der da?“
„Den kenne ich auch nicht. Komm, schlaf jetzt.“
„Wie viele Sterne sind das wohl am Himmel?“
„Sehr viele.“
„Bestimmt mehr als 1.000, oder?“
„Bestimmt. Ich bin schon ganz müde.“
„Weißt du was, Papa?“
„Nein.“
„Dann kannst du die ja gar nicht alle kennen.“

Schlafen unter offenem Himmel im Hochseilgarten Höllschlucht bei Pfronten. Es werden Liegeplätze auf einer zwischen Bäumen fest installierten Plattform angeboten, in einem schwebend an einem Baum hängenden Liegefläche oder in einer Portaledge am Falkenstein von Pfronten. Dabei hängt das Zelt in der Felswand hoch über dem Schönbichl-Tal. Eine Nacht in diesem 1.000-Sterne-Hotel ist ein besonderes Erlebnis, das einem auch viel über den eigenen Schlaf verrät.

 

Ein Spaziergang in den Schlaf

Lechfall in Füssen

Wem es nicht auf Anhieb gelingt, die im Kopf kreisenden Gedanken ziehen zu lassen und sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren – der erfährt im Faulenbacher Tal bei Füssen eine wunderbare Hilfestellung. Im Landschaftsschutzgebiet zwischen Lech und Alatsee lenken Naturschönheiten wie der Lechfall und artenreiche Blumenwiesen, beeindruckende Hangwälder und atemberaubende Felsformationen von der Alltagslast ab.

Unterwegs lauscht man den Vogelstimmen, dem Geplätscher des Wassers oder der besonderen Stille in diesem in seiner Ursprünglichkeit belassenen Tal.

Wer vom „Pfad der Sinne“ weiter Richtung Alatsee geht, wird kaum noch Wanderer treffen. Der geheimnisvolle, waldumsäumte Gewässer ist ein meromiktischer See in einer engen Schlucht, um das sich mystische Sagen ranken. Hier sollen Trolle unterwegs sein. Aber die sind harmlos. Und die Gegend, von der Einheimische sagen, man könne durch Felsspalten zu Fuß nach Österreich gehen, höchstens bei Einbruch der Dämmerung ein wenig unheimlich. Dann wirken die Vilser Berge noch majestätischer!

 

Klänge der Nacht

Kraftwerk Konzert an der Iller in Kempten

Der Wunsch und die Fähigkeit, Menschen mit Musik zu berühren, sind Peter Stanneckers Motivation für VUIMERA. Die Gruppe spielt in immer wieder neuen Formationen, eingebettet in Raum- und Lichtatmosphären, die diese achtsame Musik für die Seele noch stärker wirken lassen. Musik und Stille – das muss kein Widerspruch sein. Nicht umsonst bittet VUIMERA, wenn ihre Töne verklungen sind, statt um Applaus um Stille.

Das Musikprojekt VUIMERA gibt neben anderen auch Vollmondkonzerte an besonderen Plätzen in den Bergen, in nur mit Kerzenlicht ausgeleuchtete Kapellen, auf Burgruinen, die zur Musik den Blick in den Sternenhimmel ermöglichen. Der tägliche Druck und die vielen Anforderungen mögen bei diesen Klängen von manch einem abfallen. Klänge zwischen weichem Jazz, alpenländisch angehauchten Tönen und Weltmusik, die Mut zu Stille machen sollen.

Die Gruppe tritt im Allgäu auf und reist gerne auch mal an weitere Orte, wie auf den Peloponnes, ins Pustertal und ins Vinschgau. Sie laden ein bei besonderen Mondkonstellationen, zu Meditationskonzerten und zur ruhigen Weihnachtszeit. Termine unter www.vuimera.com

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