Wandern Sie mit uns dem Himmel entgegen

Wenn Sie wissen möchten, was der Himmelsstürmer erlebt, dann wandern Sie mit uns...

...dem Himmel entgegen

"Es war ein Land der Extreme, in das ich nun eintauchte. Eines, das stets zeigte, dass nichts ohne sein Gegenteil existieren konnte. Es gab kein Oben ohne Unten, kein Hoch ohne Tief, keinen Gipfel ohne Tal, keine Wildnis ohne Zivilisation, keinen Himmel ohne Erde. Und in jedem Gegenteil wurde die Kraft des anderen Parts erst offenkundig und lebendig.

Das Reich des Himmelsstürmers, es war wie das Leben selbst, voller Höhen und Tiefen, in denen sich immer wieder Wunder versteckten. Über allem stand der Mythos Berg, der grenzenlose Gipfelerlebnisse versprach. Jedem noch so mühevollen Aufstieg folgte ein tiefes Glücksgefühl, eine Erhabenheit, die schon die Gipfelkreuze ausdrückten.

Von dort oben sah die Welt anders aus, kleiner, lieblicher, eingebettet in die Kraft der steinernen Felsen. Aber sie schien auch der Wildnis der Bergwelt und ihren Bedingungen ausgeliefert, wie man selbst, auf seinem Weg zum Gipfel. Wer sich noch nie mit ihr beschäftigt hatte, der konnte hier einen Eindruck von der Kraft der Schöpfung erlangen.

Sie zeigte sich als geologisches Wunder, hatte in Millionen von Jahren Werke geformt, die mir ihre Geschichten erzählten. Es war zum Beispiel das Gestein des Nagelfluhs, der sich aus Kieskomponenten und Bindematerial, den feinen Sanden und Kalken, zusammensetzte und so sein einzigartiges Äußeres bildete. Jedes dieser Bündnisse war anders und doch waren sie alle auf dieselbe Urkraft zurückzuführen.

Die Schöpfung zeigte sich aber auch in der Vielfalt der seltenen Tiere und Pflanzen, die in dieser Welt ihre Heimat gefunden hatten. Ich hatte das Glück, dem König der Lüfte zu begegnen, zu sehen, wie er sich vom Wind mit seinen breiten Schwingen dem Himmel entgegentragen ließ. Ich sah Gämsen in flinker Sicherheit über die Felsen der Berge springen, deren majestätische Namen ebenfalls dem Tierreich entnommen waren.

Im Tal traf ich dann auf den tiefen Respekt vor der Erhabenheit dieser Schöpfung. Jenem Respekt, der das Zusammenleben zwischen Zivilisation und Bergwildnis seit Jahrhunderten friedlich gestaltete. Die Menschen hier wussten, was sie zu schützen hatten, um sich ihre Gegenteile zu bewahren und dem Raum zu geben, was ihre Welt gestaltete."