Von der Freiheit im Glauben und im Leben

Stadt Memmingen

Die „Reformation“ begann in Memmingen eigentlich schon 1513, als mit dem Prediger Christoph Schappeler aus St. Gallen ein gelehrter Theologe und begnadeter Rhetoriker nach Memmingen kam.

Von seinem Lehrer und Freund Ulrich Zwingli (Zürich) brachte er, im Laufe der Zeit natürlich auch beeinflusst durch die Schriften Luthers, eine neue theologische Ausrichtung mit, die, im Gegensatz zu Luther, jedoch stark im Humanismus wurzelte.

Seine auf Deutsch gehaltenen Predigten machten weite Teile der Bevölkerung zu Anhängern der neuen Lehre, was zu großen Spannungen mit den „Altgläubigen“ führte.
Durch den humanistischen Einfluss war es möglich, dass sich Bauernführer in Memmingen trafen und mit Schappeler und Sebastian Lotzer die „12 Bauernartikel“ formulierten. Mit dieser ersten schriftlichen Fassung von Freiheits- und Menschenrechten wurde in Memmingen 1525 Weltgeschichte geschrieben.

Nachdem sich die Stadt beim Reichstag 1530 aus verschiedenen Gründen noch nicht dem „Augsburgischen Bekenntnis“ der Lutheraner anschließen konnte, wurde Memmingen erst 1532 lutherisch.
Da verschiedene Versuche der Rekatholisierung scheiterten, blieb Memmingen bis zum Ende der Reichsstadtzeit fast rein evangelisch. 

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