Durch wunderschöne Gipfelwelten

Von Bolsterlang nach Pfronten auf der Radrunde Allgäu

Die Radrunde Allgäu ist mehr als Radeln in schöner Landschaft: Wir waren auf der Tour durchs Allgäu unterwegs und haben herausgefunden, was ihr auf der Radrunde alles entdecken könnt. Zwischen Bolsterlang und Pfronten haben wir die geballte Allgäuer Gipfelwelt erlebt – nicht nur bei der Aussicht, auch bei den Steigungen.

Die heutige lange Etappe vom Bergbauernwirt in Sonderdorf bis Pfronten ist bestimmt von traumhaften Aussichten auf die nahegelegenen Bergketten der Allgäuer Alpen. Egal ob in den Hörnerdörfern oder später dann Richtung Pfronten. Da sind Steigungen, aber natürlich auch rasante bergab Fahrten vorprogrammiert. Ganz besonders toll war das Ende: wenn es aus dem Tannheimer Tal hinaus Richtung Pfronten geht, geht es nur noch wunderschön an der Vils entlang bergab. Zu erleben gibt es auf dieser langen Etappe so einiges: Ob in der Natur in der Höhle in Obermaiselstein oder in der Starzlachklamm bei Burgberg, oder aber bei schlechtem Wetter ins Skimuseum in Fischen oder das Heumuseum in Pfronten. Um Beschwingt durch die Etappe zu kommen lohnt sich eine Führung mit Schnapsprobe in der Enzianbrennerei in Sonthofen.

Was es entlang der Route zu entdecken gibt

Sturmannshöhle Obermaiselstein

Schon nach wenigen Kilometern hinter Bolsterlang führt die
Radrunde durch Obermaiselstein. Hier lässt sich ein unterirdisches Juwel entdecken: Die Sturmannshöhle. 300 Meter führt ein Wegsystem in die Tiefe und man kann speziell beleuchtete, Millionen Jahre alte Gesteinsformationen bestaunen. In der Tiefe der Höhle gurgelt der Höhlenbach.

FIS Skimuseum Fischen

Der nächste Ort nach Obermaiselstein ist Fischen. Hier kann man im Winter wunderbar Skifahren – und im Sommer im Skimuseum der Geschichte des beliebten Wintersports nachspüren. Die Ausstellung ist relativ überschaubar, aber dennoch sehenswert. Ein kurzer informativer Stopp.

Enzianbrennerei Sonthofen

Einen kulinarischen Stopp der besonderen Art gibt es im Stadtzentrum von Sonthofen. Dort, mitten in der Innenstadt, hat Stefan Weber im Keller seines Ladens eine Enzianbrennerei. Seit über hundert Jahren wird in der Weinbrennerei Turra schon Enzian gebrannt – aus selbst gegrabenen Enzianwurzeln. Bei einer kleinen Führung durch die Produktion kann man erahnen wie viel Arbeit hinter dem kleinen, feinen Allgäuer Schnäpsle steht. Der Hausherr selbst führt und erklärt alles über den Brennvorgang, die Wurzel-Maische und die Lagerung.

Im Anschluss an die Führung haben wir den hauseigenen Brand natürlich probiert. Eine Empfehlung von uns ist der Enzian aus dem Holzfass: Er ist etwas milder und eignet sich so auch für Fahrradfahrer die noch weiter müssen. Anmelden sollte man sich einige Wochen im Voraus.

Starzlachklamm

Wer es etwas aktiver will, der findet nur wenige hundert Meter hinter Sonthofen in Richtung Burgberg die Starzlachklamm. Die Starzlach hat sich über Jahrtausende ihren Weg durch den Fels gegraben und so sind beeindruckende Fels- und Gesteinsformationen entstanden. Über verschiedene Rundwege kann man die Klamm erkunden – ein toller Nebeneffekt an heißen Sommertagen: Es hat in der Starzlachklamm durch das Quellwasser und die Felsen immer recht frische Temperaturen. Fahrräder sind in der Klamm verboten.

Abkürzungsmöglichkeit auf der Radrunde Allgäu:

Wem die Etappe über Mittelberg, Wertach und Kranzegg zu lang ist, der kann ab Sonthofen auf über den „Allgäuer-Genuss-Radweg“ abkürzen und fährt dann über Bad Hindelang und Oberjoch direkt nach Schattwald und ins Tannheimertal. Wegen schlechtem Wetter haben wir unsere Etappe so um ca. 30 Kilometer gekürzt. Und Bad Hindelang lohnt immer einen Stopp.

Einkehr-Tipps für hungrige Biker entlang der Radrunde Allgäu

Olivenbauer Wertach

In Wertach empfehlen wir euch für die Einkehr den Olivenbauer. Wir kommen – auch ohne auf der Radrunde zu sein – schon seit vielen Jahren hier her. Das selbstgebraute Bier ist schwer zu empfehlen, genauso wie die Allgäuer Spezialitäten, aber auch die Pizzen.

Schankwirtschaft Pfronten

Die Schankwirtschaft liegt direkt an der Radrunde beim Ortseingang von Pfronten linker Hand. In dem Wirtshaus, das nach dem Vorbild alter Pfrontner Bauernhäuser gebaut und eingerichtet wurde, kann man nicht nur richtig gut allgäuisch Essen, sondern kann auch das hauseigene Bier probieren. Für uns gabs – ganz klar – Allgäuer Kasspatzen. Super lecker!

Hier könnt ihr entlang der Radrunde Allgäu schlafen

Hotel „Am Sonnenhang“ in Oy-Mittelberg

Wer es etwas gemütlicher angehen will, der kann bereits in Oy-Mittelberg übernachten. Im Hotel „Am Sonnenhang“ ist der Name Programm. Auf der wunderschönen Terrasse kann man sich nach getaner Tret-Arbeit ein kühles Radler gönnen. Anschließend ist der Weg ins kuschelige Bett nicht mehr weit.

Pension Vendel in Pfronten

Wir haben nach dieser – etwas längeren Etappe – in der Pension Vendel gleich am Ortseingang von Pfronten geschlafen. Die Unterkunft liegt quasi direkt auf der Radrunde Allgäu. Neben gemütlich-heimeliger Atmosphäre in den Zimmern bzw. Wohnungen, Spezial-Angebot hier: Die Chefin selbst bietet Anwendungen und Massagen an. Wer seinen müden Waden etwas Gutes tun will, sollte im Vorfeld der Buchung anrufen und Termine klären. Dann steht diesem Waden-Urlaub nichts mehr im Weg.

Unser Lieblingsplatz auf dieser Etappe der Radrunde Allgäu

Nach dem Dörfchen Tannheim in Tirol auf dem Weg nach Pfronten kommt man an einem kleinen Fischweiher vorbei. Hier unter Bäumen kurz zu rasten, sich auf die Bank zu setzen und den Fischen beim Schwimmen zu zuschauen ist sehr meditativ, beruhigend und einfach schön. Für uns war das einer der schönsten Plätze auf der Route. In dem Restaurant daneben gibt es übrigens auch den einen oder anderen Fisch aus dem schönen Weiher.

Bilder
Autor

Bene und Andrea

Die zwei Abenteurer

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