Retter in den Bergen

Ferienregion Alpsee-Grünten

Egal, ob nur der Knöchel verstaucht ist oder es bei einem Lawinenabgang um Leben und Tod geht – wer sich im Gebirge verletzt, ist auf die Hilfe der Bergwacht angewiesen.
Sie sorgt auch in der Ferienregion Alpsee-Grünten dafür, dass im unwegsamen Gelände Patienten geborgen und notfallmedizinisch versorgt werden. Das ist alles andere als einfach: „Bei uns gibt es keine Mitläufer – jeder muss alles können. Das setzt ständige Weiterbildung voraus“, erklärt Bernd Zehetleitner, Chef der Bergwacht Sonthofen und Leiter der Bergschule Oberallgäu. Wer Bergretter werden möchte, muss deshalb dementsprechenden Anforderungen standhalten: Körperliche Fitness und Gesundheit sind ebenso wichtig wie technische Fertigkeiten und Motivation. „Man muss Ski fahren und Klettern können und gerne in die Berge gehen“, nennt Zehetleitner die Grundvoraussetzungen für ein Engagement in der Bergwacht.

Immer mehr Frauen

Mit frühestens 16 Jahren kann mit der Ausbildung begonnen werden, für jüngere Interessenten gibt es die Jugendgruppe. Kommt es hart auf hart – etwa bei einem heiklen Lawineneinsatz – dürfen nur erfahrene Bergretter ran. Übrigens sind auch immer mehr Frauen unter den Helfern. Von Wetterkunde über Seiltechnik bis hin zu medizinischen Themen werden bei Ausbildungsabenden die Retter auf den neusten Stand gebracht. „Besonders im medizinischen Bereich müssen wir einen hohen Standard halten“, betont Bernd Zehetleitner. Alpinunfälle haben nach Einschätzung Zehetleitners in den letzten Jahren nur durch die vermehrte Frequentierung im Gebirge zugenommen. Die Männer und Frauen von der Bergwacht tragen eine große Verantwortung, Herausforderung und schöne Aufgabe. „Wenn man nach einem Einsatz weiß, dass man ein Menschenleben gerettet hat, ist das eine tolle Bestätigung“, erklärt Zehetleitner die Motivation der Bergretter.

 

Alpsee-Grünten Tourismus
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