Krolf ist eine Mischung aus Krocket und Golf

Dieses Hotelportrait beginnt mit einer Niederlage, überrascht mit einer unerwarteten Herausforderung, beglückt mit besonderem Genuss (sowie ein paar Goldtalern) und endet mit dem Bedürfnis wieder zu kommen. Sei es nur auf eine Revanche. Denn auch wenn es keine Schande ist, gegen einen deutschen Meister zu verlieren, das Spiel bei dem es zur Niederlage kam, ist doch eigentlich keine allzu große Herausforderung. Und deshalb überrascht es umso mehr, wie schwer man sich tut, beim Krolf mitzuhalten.

Beim was, bitte!?! Krolf ist eine Mischung aus Krocket und Golf. Man versucht mit den Schlägern des bekannten Gartenspiels einen Ball auf einem Parcours in Löcher zu bugsieren. Die Dimension des Spielfelds liegt irgendwo zwischen "großer Garten" und "Kuhweide". Sieger ist, wer die insgesamt gespielten Löcher die wenigsten Schläge braucht. Die ersten neun habe ich noch ganz gut hingekriegt, lag nur nur wenige Zähler zurück. Jetzt, im zweiten, schwereren Abschnitt der Anlage – mit hängender Wiese –, zieht Armin Gross hoffnungslos davon. Und er macht mir die Niederlage nicht leichter, indem er hin und wieder sagt: "Sie spielen wirklich ganz passabel, Herr Lehmann." Oder: "Uiuiui, Sie bringen mich ins Schwitzen."