Klar, denn sie tun ja auch einiges dafür, dass man sie mag.

So findet in der rund 10.000 Quadratmeter großen Wellness-Anlage jeder einen Platz für sich. Unzählige Massage-Angebot, diverse Saunen, Innen- und Außenbecken, Ruheplätze, von denen der Blick in die Weite der Landschaft geht. Man liegt da, genießt die Umgebung, und man genießt sich selbst in dieser Umgebung. Das ist ja das Schöne an der intensiven Zuneigung für jemand anderen, dass man dann auch sich selbst mehr mag. Und man scheitert beim Versuch, die Frage zu erörtern, was diese eigentlich ganz genau mit einem macht. Man ist zu zufrieden. Zu – Achtung: seltenes Wort in Hotelportraits – glücklich.

Und dieses Gefühl dürfen auch Kinder erleben. Benita hatte uns begleitet, ein Mädchen im schönsten Rabauken-Alter von zehn Jahren. Das ist dieses Alter, in dem man immer Energie hat, alles essen kann, nie müde wird (und wenn doch, dann fällt man quasi vom einen Moment auf den nächsten in Ohnmacht). Zehn! Noch sind die Wirren der Pubertät fern, noch besteht der Inbegriff allen Lebens nicht darin, zu chillen. Zehn! Wenn da jemand eine Wellness-Anwendung vorschlägt, dann zuckt das Kind normalerweise nur mit der Oberlippe und rennt, schnell wie der Wind, davon. Nicht aber in der Sonnenalp. Benita ließ sich einölen und massieren und genoss die Zeit. Und war danach richtiggehend ein wenig verlegen, sie konnte nicht erklären, was los war. Wir aber hatten dieses Lächeln in ihrem Gesicht gesehen. Es ist uns vertraut.