Luther oder Zwingli – Das war hier die Frage

Kempten

Damit war der Weg frei für die Einführung der Reformation. Aber nach wessen Vorbild? Luther oder Zwingli? In dieser Frage blieb die Reichsstadt wankelmütig. 1529 unterzeichnete  die Kemptener Delegation auf dem Reichstag von Speyer die sogenannte „Protestatio“. Das machte sie zu Protestanten der ersten Stunde. 1530 folgte auf dem Augsburger Reichstag die Unterschrift auf dem Bekenntnis der lutherischen Reichsstände, der „Confessio Augustana“.  Aber in Kempten schlug auch ein zwinglianisches Herz. So wurden 1533 nach einer entsprechenden Abstimmung in der Bürgerschaft viele kirchliche Bildwerke entfernt. Die reformatorische Ausrichtung wechselte mehrfach und unter teilweise handgreiflichen Umständen im Rat. Der holte schließlich den slowenischen Pfarrer und Theologen Primus Truber (1508 – 1586) nach Kempten. Er wirkte von 1553 bis 1561 an der St.-Mang-Kirche und führte eine Gottesdienstordnung ein, die beide Seiten berücksichtigte. Am Ende setzte sich die lutherische Ausrichtung durch. 

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