Immaterielles Kulturerbe: Die Alpwirtschaft rund um Bad Hindelang

Schon von weitem hört man das Bimmeln und Läuten der Schellen.

Getragen von den Kühen, Schafen und Ziegen sind die Almen bzw. wie man im Allgäu sagt, Alpen der Inbegriff von Bergidylle. Doch diese Form der Landwirtschaft ist nicht nur eine Touristenattraktion, als die sie gerne wahrgenommen wird.

Wer kennt sie nicht -  Die Alpen der Allgäuer Berge. Es gibt kaum einen Wanderweg in den unterschiedlichen Höhenlagen, der nicht an mindestens einer Alpe vorbei führt.

Die Alpwirtschaft ist seit Jahrhunderten das Fundament der Allgäuer Viehhaltung.  Im Kern gibt es mehrere Gründe für die Alpwirtschaft – also das Weiden von Tieren im Sommer auf hochalpinen Wiesen und Weiden. Zum einen sollen durch die Luft, die freie Bewegungsmöglichkeit und die Art der Ernährung die Tiere gestärkt werden.

Zum anderen dient die „Sömmerung“, wie der Aufenthalt der Weidetiere auf den Bergwiesen heißt, früher wie heute, der Entlastung der Betriebe im Tal. Durch die Weidehaltung in der Höhe werden die Bergwiesen und Weiden erhalten. Außerdem verhilft uns hungrigen Wanderern dieser Umstand zu diesem einzigartig schmeckenden Alpkäse!

Seit dem Jahr 2015 ist die Alpwirtschaft rund um Bad Hindelang im bayerischen Verzeichnis für immaterielles Kulturerbe. Rund 80% der Gemeindefläche ist Landschafts- und Naturschutzgebiet. Auch das macht den kleinen Ort am Fuße der Allgäuer Hochalpen zu einem kleinen Paradies. Das „Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen“ gilt als das artenreichste Gebirge Deutschlands. Die Internationale Alpenschutzkommission (CIPRA) und der World Wide Fund for Nature (WWF) benennen die Berge um Bad Hindelang als eine der 23 schützenwertesten Regionen der Alpen. Die Alpwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil der Erhaltung dieser einzigartigen Kulturlandschaft.

Aber was zählt schon, wenn es auf dem Papier steht? Erleben muss man es! Den Duft der Wiesenblumen, das Bimmeln und Läuten der Glocken, der würzige Geschmack des gereiften Käses und die erfrischende Milch auf der Alm. Für einen Wanderer ist diese Alpwirtschaft ein Erlebnis für alle Sinne. Was kann’s schöneres geben? 

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Autor

Bene und Andrea

Die zwei Abenteurer

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