Auf den Hut gekommen: Vier Fragen an die Deutsche Hutkönigin Janine Halder

Vier Fragen an die Deutsche Hutkönigin Janine Halder

Die meisten Frauen sammeln Schuhe, Janine Halder sammelt Hüte. Die 30-jährige Kreativpädagogin aus der Stadt Aitrach wurde am 8. Mai 2016 zur Deutschen Hutkönigin 2016/2018 gekürt. Was sie zu ihrer Bewerbung motiviert hat und was sie seit ihrer Wahl im Mai alles erlebt hat, verrät sie mir in einem kurzen Interview.

Erst einmal Gratulation zu deiner zurückliegenden Wahl zur Deutschen Hutkönigin. Wie muss ich mir den Bewerbungsprozess im Vorfeld der Wahlen vorstellen?

Janine Halder: Lieben Dank, ich freue mich riesig, dass ich unter den vielen Bewerberinnen ausgewählt wurde. Der Bewerbungsprozess ist eigentlich recht einfach: man bewirbt sich, schreibt ein kurzes Motivationsschreiben warum man Deutsche Hutkönigin werden möchte, schickt ein paar Bilder mit ein und wird schließlich zum ersten Auswahlgespräch eingeladen. 

Was war deine persönliche Motivation an der Wahl teilzunehmen?

Janine Halder: Jeder Mensch hat ein Faible – ich habe definitiv ein Faible für Hüte. Von meiner Oma habe ich von klein auf den Satz gehört: „Ein junges Mädchen sollte sich stets hübsch zurecht machen.“ In ihren Augen gehörte zu einem perfekten Outfit, auch immer ein passender Hut dazu. Dem Rat meiner Oma folge ich nun seit meiner Kindheit Ein Hut ist auch heute für mich wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Ein Hut ist ein modisches Must-have, das sofort ins Auge sticht, dein gesamtes Outfit abrundet und dich aus der Masse herausstechen lässt.

Zu welchem Anlass trägst du Hut?

Janine Halder: (lacht) Es gibt glaube ich keinen Anlass, zu dem ich nicht Hut trage. Meinen Krönungshut, den ich beispielsweise bei der Wahl im Mai aufhatte, kombiniere ich privat sehr gern mit lässigen Jeans und einer weißen Bluse. Wenn es festlich wird, sind Hüte sowieso ein sehr verlässliches Accessoire. Ich trage Hut zu meinen Dirndln und zu vielen anderen Gelegenheiten privat und im Beruf. Mittlerweile gibt es ja auch tolle sogenannte Fascinator bzw. Head-Pieces, die immer häufiger einfach locker im Haar getragen werden. Ich glaube, die meisten Menschen haben zunächst eine Hemmschwelle gegenüber Hüten, bis sie einmal einen passenden aufgesetzt haben und erkennen: „Huch, der steht mir ja!“ Wer einmal auf den Hut gekommen ist, der bleibt dabei!

Die ersten Wochen als Deutsche Hutkönigin liegen hinter dir. Was hat sich verändert bzw. welche Aufgaben kommen in den kommenden zwei Jahren auf dich zu?

Janine Halder: Was ich wirklich unterschätzt habe ist, dass ich hier in Lindenberg tatsächlich auf der Straße erkannt werde. Dann stehe ich abends nach einem Pressetermin in der Schlange an der Supermarktkasse und werde angesprochen „Sind Sie nicht die Deutsche Hutkönigin?“. Mein Amt hat viel mit Repräsentation und öffentlichen Auftritten zu tun. Mal statte ich dem hiesigen Seniorenheim einen Besuch ab, ein anderes Mal trete ich öffentlich bei einer Veranstaltung der Stadt auf oder entwerfe ganz privat im Atelier mit der Modistin der Firma Mayser Designs für eine neue Hutkreation. Mein Amt ist sehr abwechslungsreich, ich lerne viele interessante Menschen kennen, führe viele nette Gespräche. Die ersten Monate haben mir riesig Spaß gemacht und ich freue mich auf meine weitere Amtszeit.

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© Sabine Weisel

Sabine Weisel

Die Reisenomadin

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