Heu

Was sich im Allgäu zu einer Natur-Therapie der besonderen Art entwickelt hat, begann schon lange vor König Ludwigs Zeiten: Holzknechte schliefen nach harten, schweren Tagen im Heustadel und wunderten sich, dass sie am Morgen vollkommen erfrischt und frei von Schmerzen und Muskelkater erwachten. Bald gehörten feucht-warme Heupackungen bei Rheuma, Gicht und Hexenschuss zu den bewährten Hausmitteln jeder Bergbäuerin und auch Pfarrer Kneipp griff auf die heilsame Wirkung der Bergkräuter zurück.
Das für die Heukuren und Heuanwendungen verwendete Heu stammt von ungedüngten und unbeweideten, meist steilen Bergwiesen in einer Höhenlage zwischen 900 und 1.000 Metern. Gemäht wird nur ein einziges Mal im Jahr zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt  und enthält laut Analyse bis zu sieben Dutzend verschiedene Heilkräuter, Blumen und Grassorten pro Quadratmeter.