Etappe 4: Kißlegg – Maierhöfen

Heimatstätten

Am Zellersee vorbei verlassen wir die Barockstadt Kißlegg und biegen scharf rechts ab in ein Waldstück. Danach öffnen sich wieder die weiten Wiesen und Felder. Doch Obacht, es wird hügeliger, die Berge scheinen näher zu kommen und erste Obstbäume am Wegesrand kündigen den nahenden Bodensee an. Am Premer Weiher vorbei gelangen wir nach Rötenbach. Nun folgen wir der Beschilderung nach Wolfegg, an dessen Ortseingang die Loreto-Kapelle die Radfahrer begrüßt.
Sie steht weithin sichtbar auf einer Anhöhe, auf die man unbedingt hinauf sollte. An klaren Tagen mit guter Fernsicht reicht der Blick nämlich vom Zugspitzmassiv im Osten bis zu den Berner Alpen im Westen. In Wolfegg selbst macht die Radrunde einen Abstecher zum Schloss, zum Automobilmuseum Fritz B. Busch sowie zum Bauernhausmuseum, wo man inmitten von Gärten, Weihern und Streuobstwiesen auf den Spuren von Bauernfamilien, Dienstboten und Taglöhnern wandeln kann.
Wir begeben uns auf eine längere Fahrt durch den Wald auf meist schotterhaltigem Untergrund. Nach etwa einem Drittel dieser Walddurchfahrt erwartet den Radfahrer ein idyllischer Rastplatz mit Grillmöglichkeit.

Und dann taucht die Waldburg auf. Markant liegt sie oberhalb der gleichnamigen Gemeinde. In ihr befindet sich heute ein Museum. Sie ist zudem als Räumlichkeit für Hochzeiten und Ritteressen gefragt. An gleicher Stelle überwältigt allerdings auch eine überragende Fernsicht auf die Alpenkette: Die Schweiz, Liechtenstein, Österreich und der Bodensee sind bei gutem Wetter zu sehen.
Leicht bergab führt die Radrunde weiter nach Edensbach. Nach einem kurzen Waldstück folgt rechter Hand ein Weiher. Quer durch die Streuobstwiesen und mit vielen genussvollen Blicken auf die Berge folgen wir dem Weg nach Amtzell. Es geht mitten durch die Gemeinde, wir orientieren uns an der Beschilderung nach Wangen. Auf ruhigen Nebenstraßen erreichen wir, mal bergauf, mal bergab, die Stadt der Schmiedekunst.

Ein Sprichwort sagt: „In Wangen bleibt man hangen.“ Ob es Recht behält, muss jeder selbst entdecken. Genügend Zeit sollte man sich für die Erkundung von Wangen jedenfalls nehmen.

In Richtung Eglofs verlässt der Radfahrer die Stadt. Von nun an beginnen die Steigungen auf der Radrunde Allgäu. Was bisher hügelig war, wird auf den kommenden Kilometern nun bergiger und mehr Kraft kosten. In Argenbühl-Eglofs lohnt sich der Besuch des historischen Dorfplatzes. Über Argenbühl erreicht die Radrunde Isny.

Isnys Geschichte ist eine der Gegensätze, die sich bekanntlich gerne anziehen. Zunächst standen sich die Gegenspieler Kloster und Stadt gegenüber, mit der Reformation begann die Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten. Noch heute sind diese Entwicklungen im Stadtbild zu erkennen: So stehen sich etwa die evangelische Nikolaikirche und die katholische St. Georgs-Kirche unmittelbar gegenüber.

Wir verlassen Isny in Richtung Maierhöfen. Die Radrunde führt durch Maierhöfen.

> Interaktive Kartendarstellung der Etappe

> Bett + Bike - Betriebe im Erlebnisraum Heimatstätten

> Orte im Erlebnisraum Heimatstätten