Gefahrenpotenziale - Hinweise für Ihre Sicherheit

Tobel und Wasserfälle

Die Wandertrilogie Allgäu und insbesondere Etappen der Wasserläufer Route verlaufen an einer Vielzahl von Wasserfällen entlang. Landschaftlich besonders reizvoll sind auch die Tobel – zumeist tiefe, schluchtartige Einschnitte in einen Steilhang oder stark eingetiefte Täler eines Gebirgsbaches. Bitte denken Sie daran, dass naturgemäß, durch die hohe Feuchtigkeit in diesen Bereichen, die Wege matschig sein können und daher eine erhöhte Rutschgefahr besteht. Wichtig ist: festes Schuhwerk!

Auf folgenden Etappen ist mit Rutschgefahr zu rechnen:

Wiesengänger-Wasserläufer Route:
Etappe 16: Isny über die Leiter nach Oberstaufen – Eistobel

Wasserläufer Route:
Etappe 37: Oberreute – Weiler-Simmerberg: in der Hausbachklamm
Etappe 39: Scheidegg – Lindenberg: am Scheidegger Wasserfall

Wasserläufer-Himmelsstürmer Route:
Etappe 32: Rettenberg – Burgberg: in der Starzlachklamm
Etappe 41: Oberstaufen – Hochgrat: Buchenegger Wasserfälle

Grundsätzliches für die Himmelsstürmer Route

Da die Himmelsstürmer Route über die mittleren bis hohen Lagen der Allgäuer Alpen verläuft, ist unbedingt erforderlich, dass Sie alpine Erfahrung haben und trittsicher sind. Der Schwarze Grat in der Adelegg bei Bolsternang (Etappe 17: Bolsternang - Blockhäusle) auf der Wiesengänger-Wasserläufer Route hat bereits eine Höhenlage von 1.118 m ü. NN. Auf der Wasserläufer-Himmelsstürmer Route ist der Grünten mit 1.738 m ü. NN (Etappe 32: Burgberg - Rettenberg) die höchste Erhebung. Auf der Himmelsstürmer Route im Bereich der Etappen 48 und 49 ist man zwischen Edmund Probst-Haus (1.932 m ü. NN) und unterhalb des Nebelhorns bis zur Iseler Platz Hütte (1.520 m ü. NN) bei Bad Hindelang auf den höchsten Lagen unterwegs. Somit sollten Sie auch mit exponierten, ausrutsch- und absturzgefährdeten sowie ungesicherten Gehpassagen auf schroffem Gelände mit losem Geröll und selbst im Hochsommer mit Schneefeldern rechnen. Sie sollten trittsicher und schwindelfrei sein.

 

Seilsicherungen, Tritthilfen und einfache Kletterpassagen

Zu Ihrer Sicherheit sind an einigen Stellen Seilsicherungen angebracht. Ebenfalls erfordern einige Abschnitte etwas mehr Kondition aufgrund von einfachen Kletterstellen. Hier kann auch mal Handeinsatz erforderlich sein. Gleichzeitig sind aber auch an einigen Passagen Tritthilfen eingebaut. Achten Sie auf die Farbgebung der Wegekategorie auf den Wegweisern. Zusätzlich sind diese Etappen der folgenden Detaildarstellungen im Teil IV von Seite 85 bis Seite 211 mit ein bis drei Steinmännchen- Symbolen (Schwierigkeitsgrad) gekennzeichnet.

Diese Etappen haben einfache Kletterstellungen und Seilsicherungen: 

Wasserläufer-Himmelsstürmer Route:
Etappe 26: Kenzenhütte – Tegelberghaus bei Alternative über Hochplatte
Etappe 32: Rettenberg – Burgberg (Grünten)
Etappe 34: Alpe Gund – Immenstadt (Steineberg)

Himmelsstürmer Route:
Etappe 41: Oberstaufen – Hochgrat
Etappe 42: Hochgrat – Balderschwang (Gierenkopf)
Etappe 43: Balderschwang – Grasgehren
Etappe 53: Bad Kissinger Hütte – Pfronten (Aggenstein und Breitenberg)

Wichtig:
Die Wandertrilogie Allgäu verläuft über keine Klettersteige.
Auf einigen Etappen ist kein Handy-Netzempfang.

Wettercheck und Routenalternativen

Grundsätzlich sollten Sie vor jeder Wanderung auf der Wandertrilogie Allgäu das Wetter prüfen. Regen und/oder Nebel kann die Sicht stark beeinträchtigen, sodass Sie sich schwieriger orientieren können. Gleichzeitig ist bei länger anhaltender feuchten Witterung mit erhöhter Rutschgefahr zu rechnen.

Bei folgenden Etappen sind Alternativstrecken ausgeschildert, die eine Abkürzung zum nächsten Etappenpunkt darstellen und sich auch als Variante bei schlechtem Wetter anbieten.

Etappe 43 Balderschwang – Grasgehren
Etappe 44 Grasgehren – Fischen
Etappe 45 Ofterschwang – Fischen
Etappe 47 Edmund-Probst-Haus – Schwarzenberghütte
Etappe 48 Schwarzenberghütte – Bad Hindelang