auf einem Liegestuhl, stellt sich eine tiefe Entspannung ein

Ach, ich doch nicht... Verrückt. Ich bin Sportler, eigentlich mit einer guten Konstitution gesegnet. Nach 15 Minuten im Bad fühle ich mich so matt wie nach einer intensiven Trainingseinheit, und ich muss mich ernsthaft mühen, noch weitere fünf Minuten durchzuhalten. Eine Therapeutin lässt schließlich den Moor-Brei ab, und plötzlich liege ich schwer und unbeweglich in der Holzwanne, fühle mich wie ein Astronaut nach Wochen der Leichtigkeit im All. Wahnsinn. Ich lasse mir sogar aus der Wanne helfen – und stehe dann nackt vor der Therapeutin, die mich abbraust.

Später, auf einem Liegestuhl, stellt sich eine tiefe Entspannung ein, die mit einer bis dato kaum empfundenen Müdigkeit einhergeht. In Decken und Handtücher gehüllt liegen Susanne und ich im Park. Vögel zwitschern. Insekten brummen an uns vorbei. Das ferne Rufen einer Kirchglocke. Blätter knistern im Wind, während uns die Sonne wärmt. Ich schlafe ich ein. Das Moor hat meine Kontrolle ausgeschaltet. Und ich genieße das. Die zusätzlichen, therapeutischen Effekte des Bades – es ist gut für die Haut, regt den Kreislauf an, entschlackt.