Auf ein Wiedersehen in Grasgehren

Ohne Fehler kein Lernen, ohne Wiederholung keine Verbesserung. Und so lassen wir uns wieder und wieder mit dem Schlepplift hochziehen. Und pflügen wieder und wieder die kleine blaue Piste hinab, die für Ski-Pros wahrscheinlich nicht mehr ist als ein angeberischer Idiotenhügel. Doch wir kriegen langsam die Sinne frei – für die Schönheit der Landschaft, für den Sound der Ski im Schnee, für Susannes gute Technik, für Benitas Fröhlichkeit und für Judiths Kampfgeist, die eine Selfie-Battle mit ihrem Freund Jakob hat und nun Johannes bittet, Filmaufnahmen von ihr zu machen. Er fährt um uns herum, mal neben uns, mal vor uns, indem er rückwärts und ohne Stöcke, elegant über den Hang tanzt.

Tja, so ist das, wenn man von hier kommt, wo man – eines unserer Lieblings-Bonmots – “mit Ski an den Füßen geboren wird”. Zum Glück hatte uns unser Skilehrer schon am Anfang gesagt, dass er beinahe zum deutschen Ski-Team gehörte. Da hadert man dann gar nicht mehr so sehr an den eklatanten Performance-Unterschieden. Da sieht man vor allem die Schönheit und Eleganz dieses Sports und nimmt sich fest vor, wieder zu kommen. Ins Skigebiet Grasgehren. Ein perfekter Playground für Familien und Genießer.