Naturheilverfahren im Allgäu

Duftendes HEU

Früher schliefen die Knechte nach harter Arbeit im Heustadel und wunderten sich am nächsten Morgen, dass sie ohne Muskelschmerzen erwachten.

Schon vor König Ludwigs (1845 – 1886) Zeiten gehörten feuchtwarme Heupackungen bei Rheuma oder Gicht, Erschöpfung oder Hexenschuss zu den bewährten Hausmitteln der Bergbauern in den Allgäuer Alpen.

Davon träumt die Kuh: Bis zu 80 unterschiedliche Blumen, Heilkräuter und Gräser wachsen in 900 Meter Höhe auf den ungedüngten, für das Vieh unerreichbaren, steilen Bergwiesen. Beste Bedingungen für Bergarnika, Ruchgras und Bibernelle. Nur ein einziges Mal im Jahr wird gemäht – zumeist mit der Sense.

Ätherische Öle, besonders Cumarin, zeichnen für den typischen Duft nach würzigem Heu. Für ein Heubad wird der Gast in frisch aufgedampfte Gräser, Blüten und Kräuter eingewickelt, die einen wohltuenden Effekt und heilsame Wirkung bei Rheuma oder Hexenschuss haben sollen.

Für das etwa zwanzigminütige Bad wird das Heu auf eine Temperatur von 40 bis maximal 42 Grad erhitzt und der Körper auf natürliche Weise zum Schwitzen gebracht – was den Organismus schonend entgiften und das Immunsystem stärken soll. Das Heubad wirkt allgemein wohltuend bei Erschöpfungszuständen und steigert das körperliche und seelische Wohlbefinden.

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