Das setzt nicht nur voraus, dass es einen interessierten Wanderer gibt. Das erfordert vor allem auch investitionswillige Gemeinden. Denn es hat einen großen Erzählbedarf gegeben. War es schwer, Partner zu finden und zu überzeugen?

Man kann ein solches Konzept nicht von oben nach unten durchsetzen. Sondern es funktioniert nur als Koalition der Willigen. 33 Partnerorte haben sich verpflichtet. Ich habe in 26 Gemeinderäten für das Projekt geworben, sieben Orte konnten so entscheiden. Auf fünf Jahre haben sie sich für die Beteiligung an der Wandertrilogie verpflichtet. Die Aufgabe der nächsten Zeit wird sein, die Wandertrilogie zu verankern. Wir haben schon viel erreicht, aber es gibt auch noch einiges zu tun.

Wie vermarktet man ein insgesamt 876 Kilometer langes Wegenetz, von dem der einzelne Wanderer ja nur einen Bruchteil geht?

Ach, ich habe da unzählige Vorschläge: Man bietet Wanderpauschalen an, stellt Abschnitte in Wochenend- oder Wochentouren zusammen, kooperiert mit Nachbar-Orten. Man nutzt die geschaffene Infrastruktur für Aktionen oder für emotional aufgeladene Angebote. Es gib viele Möglichkeiten. Mir ist aber wichtig, dass die Gemeinden selbst federführend sind. Aber wir sind da auf einem guten Weg.