Die Mindelburg

MINDELHEIM

Auf dem westlichen Höhenzug über dem Mindeltal liegt südwestlich der Stadt die ausgedehnte Anlage der Mindelburg. Sie war einst Sitz der Herzöge von Teck und der Familie von Frundsberg, deren bekanntestes Mitglied Georg I. von Frundsberg war.

Die ältesten heute sichtbaren Bauteile deuten auf eine Burggründung im späten 12. Jh.  wohl zur Sicherung der von München über Landsberg kommenden und bis an den Bodensee weiterführenden Salz- und Handelsstraße.  Während die Mindelberger ihren Stammsitz noch auf der namensgebenden Burg Mindelberg nördlich von Mindelheim hatten, wurde die zu jener Zeit weitgehend zerstörte Mindelburg um 1370 von Herzog Friedrich von Teck wieder auf- und zum Herrschaftssitz ausgebaut. Im frühen 16. Jh., zur Zeit der Frundsberg, wurde die äußere Umwehrung mit den Rondellen verstärkt. Nach Übernahme der Herrschaft durch den bayerischen Herzog und späteren Kurfürsten Maximilian I. verlor die Burg ihre Funktion als Herrschaftssitz und wurde zudem im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt.

Erst die Burgenromantik des 19. Jahrhunderts brachte neues Leben auf die Burg. Maler wie Carl Spitzweg (1808 – 1885) und Carl August von Lebschée (1800 – 1877) setzten das historische Gebäude eindrücklich ins Bild. Der aus Mindelheim stammende Architekt Ludwig Schramm erwarb 1878 die Mindelburg zu Wohnzwecken und gestaltete sie nach den Vorstellungen der Zeit um. Nach mehrfachem Besitzerwechsel innerhalb weniger Jahrzehnte erwarb die Stadt Mindelheim 1927 das Burgareal. Heute dienen die Innenräume einem expandierenden Verlag als Firmensitz.

Adresse:
Mindelburg
Sankt Georgenberg
87719 Mindelheim

Öffnungszeiten:
Außenanlage ganzjährig. Burgfried von April bis Oktober täglich von 9.00 bis 16.30 Uhr. Die Innenräume sind nicht zugänglich.

Führungen:
Ja – Buchung in der Tourist-Information

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Tourist-Information Mindelheim

87719 Mindelheim

Tel.: 08261 - 991520