Die Tage entwickeln ihren eigenen Rhythmus. Güsse, Ruhen, Essen, Aktivität, Ruhen. Wir folgen Schwester Waldefried über den nach Kneipp angelegten Barfußpfad durch den Park von Bad Wörishofen im Allgäu, wir spüren harte und weiche, kalte und feuchte, spitze und weiche Untergründe und genießen das Leben, das daraufhin durch die Füße pulsiert, die sonst vor allem in Schuhen gefangen sind. Wir nehmen die Einladung an ins benachbarte Sebastianeum und sitzen mit anderen an langen Tischen im Garten. Ein schönes Essen wird serviert, und der Koch erklärt, was welche Zutaten mit dem Menschen machen. Es sind Tage der Befreiung, Tage der Gelassenheit, Tage der Ruhe. Und so langsam finden wir die Antwort auf die Frage, was uns Kneipp noch zu sagen hat. Es ist viel. Du musst es spüren.

In ihrer Konsequenz erinnern die Angebote Kneipps an die des Ayurveda. Auch diese Lehre ist eine Lebenshaltung, umfasst Arztbesuch und Ernährungsempfehlung, Aktivitäten und Ruhe, Inspiration und Meditation. Und tatsächlich hat der Aufenthalt im Kneippianum in Bad Wörishofen viel von einem Retreat. Es ist ein Rückzug auf Zeit. Perfekt für alle, die einmal die Pause-Taste drücken wollen. Die Wohltat einer Lehre spüren, die vor 150 Jahren erfunden wurde. Im Allgäu. Noch heute wird sie mit Sorgfalt und viel Hingabe ausgeführt. Und sie passt verblüffend gut in unsere Zeit.

Kneippianum. Alle Angebote und Infos zum Hotel der Kneipp’schen Stiftungen.

Bad Wörishofen. Die Stadt, deren Namen eng verbunden ist mit dem berühmte Wasser-Doktor.

Barfußparks. Keine schöne Website, nicht sehr aktuell, aber eine gute Übersicht.