Könnte das da das “Café K” sein? Ein winziges Gebäude, eine Stiege mit Stufen zu klein für meine Füße und Decken zu niedrig für meinen Kopf. Doch der Duft war zu gut, um daran vorbei zu gehen. Hier werden Kuchen gebacken, die verzücken. Ursprünglich von der “Krippele-Rosa”, die diesen Ort zum Museum ihres Lebens machte und irgendwann darin ewige Weihnacht beging – mit einer umfänglichen Ausstellung von Krippen. Räume wie aus einer Puppenstube. Ähnlich klein, ähnlich süß.

Genau so weiblich präsentierte sich die Congregatio Jesu. Das Kloster Herz Jesu ist ein jesuitischer Frauenorden, gegründet von Maria Ward. Ihr Anspruch war, die Bildung der Frauen zu verbessern. Und in klösterlicher Gemeinschaft zu leben – die das Herz Jesu verehrt. Es ist ein Symbol der besonderen Selbstlosigkeit und Hingabe. So wie Jesus sich den Menschen opferte, die Hilfe nötig hatten, so kümmern sich auch die Maria-Ward-Schwestern um die Nöte der anderen. Eine Urform der Mütterlichkeit, ohne Mütter sein zu können. Im Gegenteil. Aus Rom wurde Ordensgründerin Ward sogar vertrieben, und erst viele viele Jahre später erfuhren die frommen Frauen die Anerkennung, die ihnen lange verwehrt geblieben ist. Und die erst spät kam. Heute birgt das Kloster eine Realschule.