20 Prozent kann man kaum mit dem eigenen Rad fahren, mit einem Leihrad jedoch gar nicht

Und selbst Susannes Gaul, der sonst ständig voran stürmt, verweigert die Rampe. So fahren wir kurzerhand auf der ruhigen Landstraße weiter, kommen über Oberjoch und Schattwald nach Tannheim, wo wir eine Portion Käsespätzle bunkern. Und rollen bei der Fahrt durch den Pfrontener Wald umso schneller auf ein Dutzend Kuhhintern zu, die die Landstraße blockieren.

Das Leben ist eine lange Radreise. Mal strampelt man sich kaputt und kommt kaum voran, mal saust es nur so dahin, und die Lust am Tempo ist größer als die Angst vor dem Sturz. Mal geht es nicht weiter, dann kommt die Lust am Slalom, und irgendwann erkennst du, dass eigentlich das Fahren an sich das wahre Glück ist. Und so wird der Moment der Rückkunft in Pfronten zum eigentlich traurigsten dieser schönen Tour durch das Allgäu. Weil die hier endet.